Freitag, 31. August 2012

FFF 120831

Freitag: Steffi fragt. Ich antworte.
Friday: Steffi asks. I give answers.

Wo warst du letztes Wochenende?
Where were you last weekend?
In Mecklenburg-Vorpommern am See // at a lake in Mecklenburg West Pomerania
Gefühlszustand?
Emotional state?
Was soll lieber niemand wissen?
What should  nobody know?
Wird nicht verraten ;) // no clues ;)
Schöner Spruch?
Beautiful saying?
What are you doing? Nothing. I let the life rain on me. 
(Rahel Varnhagen von Ense [1771-1833])
Das beste Eis?
The best ice cream?
Bei leckmich in der Elßholzstraße in Schöneberg // At the ice salon leckmich in the Elßholzstraße in Schöneberg
Photo: leckmich

Dienstag, 28. August 2012

schön & gut & wahr

Schön und gut und wahr - das musste Kunst über Jahrtausende sein. Andernfalls handelte es sich – den tonangebenden Denkern, Kunsttheoretikern und Philosophen zufolge – eben nicht um Kunst. Heute haben die Begriffe schön, gut und wahr keine normative Kraft mehr, die uns – erst recht als Gesellschaft – in unserem Denken und Tun leitet. Auch die Kunst hat sich aus diesem engem Korsett längst befreit. Und das ist auch "gut" so (ich möchte nicht in einer Welt leben, die mir bis ins Detail vorschreibt, was ich schön und gut und richtig/wahr finden muss). Vielleicht lässt sich aber der "ästhetische Dreiklang" für ein Design der Zukunft neu beleben als ein nachhaltiges Design, das schön, wahr und gut ist im Sinne von:

  • fair gegenüber anderen Menschen, 
  • umsichtig gegenüber der Natur und 
  • unternehmerisch klug in der Umsetzung.  
Ihr wisst, dieses Thema liegt sehr am Herzen. Und ich hoffe, ihr könnt meine Freude über Produkte und Projekte, die aus meiner Sicht eben so ein Design der Zukunft sind, teilen. Dazu zählt heute, die "weltweit erste Pflegeserie, die zum Wassersparen aufruft": Stop the water while using me! 

Today one more product, that makes the world a little better: world´s first cosmetics range that get people to save water: Stop the water while using me!  

Die Kosmetiklinie aus Hamburg ist eine reine Naturkosmetik ohne synthetische Duftstoffe, Farbstoffe und Konservierungsstoffe, die auf Tierversuche verzichtet und – mit Witz, Charme und schlichter Schönheit – auf "Nachhaltigkeit für’s Bad" setzt. Großartig, oder?

Montag, 27. August 2012

en miniature

Aus dem Stoff, der übrig blieb, ist eine Tunika für das kleine große Mädchen geworden.
From the last fabric, I have made tunic for the little big girl.

Sonntag, 26. August 2012

Sehnsuchtsort

Am Wochenende waren wir seit langem wieder einmal in unserer alten Sommerfrische. Eine Nacht im Zelt. Mit Gewitter, Sturzregen und schönstem Sonnenschein. Lagerfeuer und Stockbrot. Tipi, Baumhaus und Baden im See. Es war so wunderschön!
At the weekend we have been at our old summer resort. A night in a tent. With storm, cloudburst and sunshine. Campfire, tepee, tree house and bathing in the see. It was so awesome. I miss this place so much.


Samstag, 25. August 2012

Ein Blick hinter: maditapim

Heute freue ich mich, zusammen mit euch wieder einen Blick hinter ein kleines, feines und noch junges Blog zu werfen: Am 24. März diesen Jahres haben Tanja und Susan maditapim ins Leben gerufen und bereichern die Blogwelt seither mit inspirierenden Beiträgen rund um die Themen Wohnen/Leben mit Kindern, Handmade, DIY und Reisen. Außerdem zeigen die beiden, was die – vom demografischen Wandel arg gebeutelte – Stadt Plauen in Sachen Kreativität, Handmade und Kultur alles zu bieten hat (ich bin nachhaltig beeindruckt). Also, viel Freude und Inspiration beim Lesen und herzlichen Dank an euch, Tanja und Susan!
Today I talk to Tanja und Susan from the fine little new blog maditapim. If you would like to read our little talk, so please use the translator in the right column.
Wer steckt hinter maditapim? Wer seid ihr? Was macht ihr?
Hinter maditapim verbergen sich Tanja und Susan aus dem vogtländischen Plauen. Tanja ist 27 Jahre alt, hat European Studies studiert und arbeitet nun in einer Unternehmensberatung im Bereich Außenwirtschaft. Susan ist 33 Jahre alt und arbeitet als Krankenschwester auf einer Intensivstation. Obwohl wir beruflich ganz unterschiedliche Wege gehen, verbindet uns privat sehr viel. Beide haben wir eine große Leidenschaft für das Reisen und fremde Kulturen, gleichzeitig genießen wir es aber auch, zu Hause zu sein und dieses gemütlich einzurichten.
Wieso habt ihr euer Blog nach Astrid Lindgrens Mädchen aus Birkenlund benannt?
Die Namen von Margareta (genannt Madita) und deren kleiner Schwester Pim passen einfach perfekt zu uns. Zum einen zeigt es, dass hinter dem Blog zwei Personen stehen und zum anderen spiegelt maditapim unsere Liebe zu Schweden wider. Wir lieben das skandinavische Design, die einzigartige Landschaft und natürlich die Geschichten und Figuren Astrid Lindgrens.
Ihr lebt in Plauen/Vogtland, wie wohnt ihr dort?
Wir wohnen beide in sehr großen und hellen Altbauwohnungen. Diese waren bei unserem Einzug jeweils in einem eher schlechten Zustand, was einerseits viel Arbeit, andererseits aber auch die Möglichkeit mit sich brachte, eigene Vorstellungen weitestgehend umsetzen zu können. Wir haben Dielenböden verlegt bzw. abgeschliffen, tapeziert und gestrichen und Susi überzeugte ihren Micha sogar von einem Wanddurchbruch. Trotz der vielen Veränderungen fühlen wir uns beide in unseren Wohnungen noch nicht endgültig angekommen und die nächsten Projekte sind schon für den Herbst geplant. Unseren Einrichtungsstil kann man als einen Mix aus Alt und Neu bezeichnen. Die Klassiker des Schweden finden sich darunter aber eben auch ein paar ausgewählte Erbstücke und Flohmarktfunde. Und mit dem einen oder anderen Designer-Objekt liebäugeln wir auch immer wieder.
Was liebt ihr in Plauen/Vogtland besonders?
Wir haben jeder für sich zuvor bereits in verschiedenen Städten, darunter Chemnitz, Dresden, Prag oder Nürnberg gelebt. Aber als Susan 2009 mit Mila schwanger wurde, war der Wunsch groß, Familie und Freunde in unmittelbarer Nähe zu haben, so zog sie zurück in ihre Heimat Plauen. Und ein Jahr später folgten auch Tanja und ihr Freund. Mittlerweile haben wir hier einen festen Freundeskreis aus alten und neuen Bekanntschaften aufgebaut, den wir nicht mehr missen wollen. Plauen hat für uns die ideale Größe und bietet uns durch seine Lage die Möglichkeit, unsere Freizeit aktiv und abwechslungsreich zu gestalten.
Ihr habt erzählt, dass die Kreativen der vom Wegzug der jungen Generation gebeutelten Stadt zu neuem Leben verhelfen. Wie sieht die Plauener Kreativszene aus?
Wir persönlich empfinden Plauen als eine sehr kreative Stadt. Es gibt viele kleinere und größere Projekte, die sich mittlerweile auch zunehmend vernetzen. Die Weberhäuser zählen für uns zu den schönsten und kreativsten Plätzen der Stadt, oft schauen wir aber auch im Weisbachschen Haus und im Kulturzentrum Malzhaus vorbei. Hier finden abwechselnd interessante Workshops, Ausstellungen und Konzerte statt. Noch sehr junge aber doch vielversprechende Projekte sind die Kunstruine oder die „Verstrickungen“. Die Kaufhausliebe, der andere Markt für schöne Dinge, war eine Veranstaltung, die uns besonders am Herzen lag, da sie von Freunden organisiert wurde und wir selber mit einem eigenen Stand vertreten waren.
Was würdet ihr gerne einmal machen und ahnt, dass ihr es nicht machen werdet?
Jede von uns hat so den ein oder anderen bisher unerfüllten Traum, Tanja würde beispielsweise sehr gern einige Jahre im Ausland verbringen, und dabei am liebsten in Schweden. Das wäre so ein Traum, bei dem es schade wäre, wenn er nur einer bliebe. Susan träumt außerdem davon mit ein oder zwei weiteren Familien zusammen auf einem großen Hof zu wohnen. Ein gemeinsames Luftschloss von uns beiden wäre die Eröffnung eines Cafés, an dem man Menschen in gemütlicher Atmosphäre zusammenbringt. Inspiration dafür finden wir ja ständig auf unserer Suche nach Orten zum Wohlfühlen.

Freitag, 24. August 2012

FFF 120824

Freitag? Foto-Frage-Freitag!
Dein Bild der Woche?
Your picture of the week?
Was wünschst du dir manchmal?
What do you desire sometimes?
Was hast du endlich mal wieder gemacht?
What have you finally done again?
Wen magst du gerade besonders gern?
Who do you muchly like this time?
Rebecca Pidgeon
Was hast du gekauft, um es zu verschenken?
What did you buy in order to give away?

Mittwoch, 22. August 2012

angezogen

Wie versprochen hier noch mal angezogen – meine selbstgenähte Bluse.
Here – as promised – you see my handmade blouse "in action".

Montag, 20. August 2012

DIY statt Web: Nähen

Während meines Urlaubs habe ich mir vorgenommen, einiges in meinem Leben zu verändern. Dazu gehört es auch, dass ich meine Zeit mehr in DIY und weniger ins Web stecke. Mein erstes DIY-Projekt habe ich am Wochenende bei meinem Heimatbesuch realisiert. Die knopflose Bluse ist ein leicht variiertes Burda-Modell (Armschlitze und Knopf statt Reißverschlüsse) aus dem wundervollen Stoff von Lotta Jansdotter. Ich freue mich schon, sie anziehen zu können (sobald es nicht mehr so heiß ist).

I have taken to change some things in life while I was in holidays. First of all I will spend more time in DIY-projects and less in web. At the weekend I have started my first project: I have sewed  this blouse. It´s a varied Burda model made of a fabric of Lotta Jansdotter. I am looking forward to wear it. At the moment it is too hot.

Sonntag, 19. August 2012

Heimatbesuch

Am Wochenende waren wir in meiner alten Heimat: (Groß-)Mutterbesuch. Es war so schön! Und kreativ ... was wir gemacht haben, zeige ich euch in den nächsten Tagen.
At the weekend we have been in my old home visiting my mother. It was lovely, and creative. What we have done, I will tell you soon.

Samstag, 18. August 2012

Wochenrückblick

Heute mal ganz außer der Reihe bei mir: Bruchstücke (m)einer Woche.
Today - out-of-band - snippets of the week.
Gesehen // seen: Pippi Langstrumpf (mit // with Mascha).
Gehört // heart: Rebecca Pidgeon.
Gelesen // read: enorm.
Getan // done: Yoga.
Gegessen // ate: Pfirsiche // peaches.
Getrunken // drank: Wasser // water.
Gefreut // thrilled: über eine neue Buchbestellung // about a new book-order.
Geärgert // angered: über mich // about myself.
Gelacht // laughted: über mich // about myself.
Geplant // planned: Helsinki
Gekauft // bought: ein wunderschönes Tuch // an awesome scarf
Geklickt // clicked: Bambula.

Ich wünsche euch ein wunderschönes Sommerwochenende!
I wish you a pleasant and sunny weekend!
Kopenhagen 2010

Freitag, 17. August 2012

FFF 120817

Freitag ist wie (fast schon) immer Foto-Frage-Freitag von und mit Steffi, bei der ihr noch viel mehr inspirierende freitags Foto-Antworten findet.
As always Friday is foto-question-friday. At Steffi you find more inspiring answers.

Eine Neuentdeckung?
A new discovery?
Das kleine feine japanische Label  Link, bei dem ich dieses wunderschöne neue Tuch gekauft habe. //
The fine little Japanese label Link, where I have bought that awesome new scarf.
Gedacht: "Warum mache ich das nicht öfter?"
Guess: "Why don´t I do this more often?"
Spazierengehen // going for a walk
Wo hast du dich besonders wohl gefühlt?
Where have you felt comfortable?
In der Schweiz // In Switzerland
Was hat dich überrascht?
What has surprised you?
... wie lange das kleine große Mädchen die Perücke in der Sommerwärme trug,
weil sie so unendlich gerne lange Haare hätte. //
... how long the little girl has worn the big wig in the summer heat (she longs for long hair).
Was würdest du am liebsten selbst behalten?
What do you like to keep under your hat?
Reisen ist schön. Aber eigentlich bin ich mindestens genauso gerne zu hause. //
Travelling is good. But actually I'm just as happy at home.

Mittwoch, 15. August 2012

ShowRaum

Auf meinem heutigen Arbeitsweg bin ich nach längerer Zeit wieder einmal durch meinen alten Kiez – den wunderschönen Kreuzberger Graefekiez – gekommen. Und dieses Mal habe ich kurz Halt gemacht vor dem Laden, der mich schon so oft in seinen Bann zog beim Vorbeifahren. Der ShowRoom ist so ein Laden, der die Welt ein wenig besser macht, denn hier wird "aus Nach- und Umnutzung" Design gemacht - und was für welches! Seht selbst. (Man kann übrigens online bestellen, wenn Berlin zu weit weg sein sollte, um vorbeizuschauen).

On my way back home today I have come across my old quartier, the aweseome Graefekiez. Today I have finally stopped by a little shop that I have often seen before. It is one of these shops that make the world a little better. In the ShowRoom you find Handmade furniture and product design from used and found materials – and what a design! 

Light "Beute"
Cubes
Fire Polish Glasses

Let´s celebrating DIY

Am 24. August ist es soweit: Auf der ganzen Welt kommen die Craft-, Handmade- und DIY-Begeisterte zusammen, um das kollektiv-kreative Selbermachen zu zelebrieren. Initiator der weltweiten Craft Party ist Etsy, das seine Etsy Labs an jenem Freitag im August zum Ort des Feierns machen wird. So lädt das Berliner Etsy Lab in Kreuzberg beispielsweise ein zum Basteln,Werkeln und Limonade-brauen.

On 24th of August the worldwide Etsy Craft Party is throwing: "In a nutshell, Craft Party is a celebration of meeting and making, of creativity and community. It’s a time to meet your neighbors and share a creative skill. It’s a time to have fun and party down with scissors in your hand (carefully, that is). Anyone can organize a Craft Party and anyone can participate — the power is literally in your hands." I will do a party, too, together with Linda from Volksfaden. We invite you to be creative with us at the end of September and look forward to meeting you here: Textiles Gestalten
Doch damit nicht genug. Überall in Deutschland und nicht allein nur in den Etsy Labs soll gefeiert werden. Und darum ruft Etsy alle Interessierten auf, eine eigene Craft Party in der Nachbarschaft zu organisieren: "Entdecke gemeinsam mit deiner Community unabhängige Kunst, Handwerk, Design und DIY und organisiere eine Craft Party an der jeder teilnehmen kann!”

Das diesjährige Thema lautet ‘Wish You Were Here’  und soll Projekte mit lokalem Bezug inspirieren:"Wir ermutigen euch, Projekte durchzuführen, die mit eurem Heimatort zu tun haben. Denkt über lokale und regionale Handwerke, Musik, Traditionen und Essen nach, die ihr mit eurer Heimat verbindet. Macht auf einen bestimmten Ort, ein Wahrzeichen oder eine Bauernweisheit der Region aufmerksam und setzt somit den Charakter eurer Heimat kreativ um. Es ist natürlich euch und eurer Fantasie überlassen, wie genau ihr das Thema bei eurer Party umsetzt und was ihr daraus macht!" (Quelle).
DIY-Idee aus dem Craft Party Kit  // DIY-idea of the Craft Party Kit 
Allen Party-Organisator/innen stellt Etsy ein Craft Party Kit zur Verfügung mit Projektideen, Anleitungen zur Umsetzung, Vorschlägen zur Party-Deko und weiteren nützlichen Tipps, um ein eigenes DIY-Fest zu organisieren.

Weil ich die Idee so schön finde und mir vorgenommen habe, mich mehr dem "Do" als dem Web zu widmen, habe ich kurzerhand eine lokale Craft Party – zusammen mit Linda von Volksfaden –ins Leben gerufen. Textiles Gestalten findet Ende September in Lindas Laden in der Crellestraße statt. Seid ihr dabei?

Dienstag, 14. August 2012

Ein Blick hinter: Miris Jahrbuch

Heute lade ich euch, meinem Austausch mit der so fröhlichen wie inspirierenden Miri von Miris Jahrbuch zu folgen. Viel Spaß euch, und dir, liebe Miri, vielen lieben Dank!
Magst du dich kurz vorstellen?
Ich bin Miriam, aber eigentlich nennen mich alle Miri. Ich bin Mitte 20 und lebe in Karlsruhe. Ich mag es bunt – Wohnungen, Kleidung, Essen sind besser mit Farbe. Ich habe dauernd irgendwelche Ideen, die ich dann mehr oder weniger erfolgreich umsetze. Ich habe keine Lebensphilosophie, aber ich glaube fest daran, dass alles im Leben ein Prozess ist.

Wie sieht ein typischer Tag im Leben von Miri aus?
Typische Tage beginnen mit dem Einschalten der Kaffeemaschine und dem Abrufen meiner Emails. Dann geht es ganz unterschiedlich weiter, je nachdem, wann ich zur Uni bzw. zur Arbeit muss. Ich genieße es, dass ich meine Tage im Moment ziemlich frei gestalten kann, jedoch versuche ich, möglichst alle Pflichtaufgaben tagsüber zu erledigen und mir den Abend freizuhalten, damit ich auch wirklich mit meinem Freund den Feierabend genießen kann. Das klappt meistens, aber manchmal fällt mir auch abends um neun Uhr ein, dass ich noch 200 Seiten bis zum nächsten Tag lesen muss.
Was machst du neben dem Bloggen – sozusagen "hauptberuflich"? 
„Hauptberuflich“ studiere ich Anglistik und Germanistik für Lehramt an Gymnasien – und nebenbei arbeite ich in der Hausaufgabenbetreuung für Grundschüler und gebe Nachhilfe für Schüler aller Schularten und Klassenstufen.

Warum bloggst du?
Das ist eine gute Frage, die mir schon öfter gestellt wurde, denn ich bewerbe mit meinem Blog keinen Shop o.ä. und habe auch kein besonders ausgefeiltes Konzept. Kurz gesagt: Ich blogge, weil es mir Spaß macht. Es ist ein weiteres Ventil für meine Mitteilsamkeit. Außerdem gefällt es mir natürlich, mich mit Gleichgesinnten auszutauschen, denn oft wird im richtigen Leben mein Einrichtungs- und DIY-Drang mit seinen ständigen Veränderungen als etwas seltsam empfunden.

Wohnen und schöne Dinge spielen eine große Rolle auf deinem Blog. Wie wohnst du selbst?
Ich wohne mit meinem Freund in einer 3-Zimmer Wohnung mit winzigem Bad und noch winzigerem Balkon im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Einen richtigen Wohnstil haben wir nicht, es gibt keine festen Regeln, was bei uns rein darf und was nicht. Unsere Geschmäcker sind unterschiedlich und wir schließen viele Kompromisse, die sich am Ende dann meistens für beide sehr gut anfühlen. Deshalb ist es bei uns bunt, gut gemischt und ein bisschen chaotisch, wobei für letzteres ich verantwortlich bin und ich mich bemühe, ordentlicher zu sein. Wir haben, nicht zuletzt aus Budget-Gründen, viele Ikea-Möbel, die wir mit Uromas Kommode, zufälligen Fundstücken und Selbstgemachtem mischen, um den Möbelhaus-Look zu vermeiden.
Wie möchtest du in ... sagen wir mal 20 Jahren wohnen?
In 20 Jahren hätte ich gerne einen Egg Chair, aber sonst habe ich keine Vorstellungen. :) Obwohl unsere Wohnung im Moment absolut ausreichend groß für meinen Freund und mich ist, wünsche ich mir langfristig natürlich etwas mehr Platz, vielleicht einen etwas größeren Balkon oder eine Terrasse oder sogar einen kleinen Garten. Das hängt dann aber natürlich stark davon ab, ob wir in der Stadt bleiben oder vielleicht doch irgendwann in eine eher ländliche Umgebung ziehen. Dazu mache ich mir im Moment aber noch nicht viele Gedanken, das wird sich mit der Zeit zeigen. Ich würde mir aber auf jeden Fall wünschen, dass wir in oder in der Nähe einer größeren Stadt bleiben, weil ich selbst auf dem Land ohne direkte Nähe zu einer Großstadt aufgewachsen bin und daher weiß, dass mir die Angebote (Kultur, Infrastruktur etc.) dort wohl eher nicht ausreichen würden. Aber man soll ja niemals nie sagen, also wer weiß...

Was sollte ich dort unbedingt besuchen, wenn ich für ein Wochenende in Karlsruhe wäre?
Ich wohne, wie gesagt, in Karlsruhe, wobei meine Nachbarn mir diese Aussage wohl nur schwer verzeihen würden. Wir wohnen nämlich im Stadtteil Durlach, der älter als Karlsruhe selbst ist, und dessen „Ureinwohner“ die Eingemeindung bis heute nicht verkraftet haben. Es lohnt sich als Karlsruhe-Besucher auf jeden Fall ein Abstecher nach Durlach, wo man dann am besten einfach mal durch die kleine Altstadt und über das inzwischen sehr bunte Gelände der Raumfabrik (ehemalige Nähmaschinenfabrik Pfaff) schlendert. Außerdem gibt es hier den Turmberg, auf den man mit einer alten Standseilbahn fahren kann und von dem man bei schönem Wetter einen tollen Blick über Karlsruhe hat. Karlsruhe selbst ist auf den ersten Blick keine besonders schöne Stadt, vor allem seit fast der gesamte innerstädtische Bereich eine Großbaustelle ist. Aber es gibt trotzdem die besonderen Plätze. Ich kann verschiedene Museen empfehlen, zum Beispiel das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) und die Staatliche Kunsthalle. Oft gibt es auch interessante Ausstellungen der Studenten der Kunstakademie. Tolle Einrichtungsgeschäfte gibt es in der Südlichen Waldstraße, die zwar kurz, aber vollgepackt mit Design ist. Schön ist auch ein Spaziergang durch die Weststadt mit ihren tollen Häusern und dem wunderschönen Gutenbergplatz.

Welche großen und/oder wichtigen Projekte stehen dieses Jahr für dich an?
Das größte Projekt dieses Jahr heißt Hochzeit – und das, obwohl wir nur klein heiraten. Auf meinem Blog berichte ich auch über die Vorbereitungen und manchmal auch über die dabei auftretenden Schwierigkeiten. Mein Freund (oder Verlobter, das klingt aber so doof) und ich machen viel für die Hochzeit selbst und bislang empfinden wir die Vorbereitungen als absolut unstressig und fragen uns, woher die anderen Leute denn alle diesen Riesenstress haben. Mein nächstes großes Projekt heißt dann Staatsexamen und wird sicher weniger lustig.

Was ist dein größter Wunsch bzw. Traum?
Das weiß ich nicht; ich habe keinen einzelnen größten Wunsch oder Traum, sondern denke an viele kleine Dinge, materiell oder nicht, die mich erfreuen oder erfreuen würden. Ich möchte einfach glücklich sein und das klappt bisher ganz gut. Naja, und ich hätte echt gerne einen Hund. 

Was würdest du gerne machen und ahnst, dass du es niemals tun wirst?
Für eine Zeit irgendwo in Asien leben. Aber vielleicht klappt es ja doch noch.
Was empfiehlst du für verregnete Sommertage und gegen entsprechend verhängte Laune?
Ich lasse mir von Regen eigentlich nicht die Laune verderben, aber wenn es wochenlang nur grau ist, schlägt das natürlich auf's Gemüt. Freie Regentage gehe ich auf verschiedene Weisen an, je nach allgemeiner Stimmung. Entweder nutze ich die Zeit zum Basteln und Gestalten oder zum Lesen – Zeitschriften, Bücher, Blogs – und immer mit einer Tasse Kaffee in der Nähe. Natürlich kommt es auch vor, dass wir den Nachmittag mit einem Film oder einer Serie auf DVD verbringen, das kann sehr erholsam sein. Oder man startet das Kontrastprogramm, zieht die Gummistiefel an und hüpft durch Regenpfützen. Und inzwischen ist es ja aber auch wieder heiß und sommerlich. :)