Melanie (36 Jahre) ist Mama von zwei kleinen Jungs und nach eigenen Aussagen auch "Latte-Macciato-Mutti, Working-Mum, Vollblut-Mama und Rabenmutter…aber weder das eine noch das andere immer und nur." Ich freue mich, dass die Powerfrau und Zahlenjongleurin uns heute einen Blick hinter ihr so inspirierendes wie authentisches Blog schenkt. Danke, liebe Melanie, und euch viel Freude bei der Lektüre!
Was ist die Geschichte zu deinem Blog?
Den Blog hatte ich eigentlich ursprünglich mal gestartet, um unsere menschenskind Baby T-Shirts bekannter zu machen. Mittlerweile hat das ganze aber eine Eigendynamik bekommen, die mich selbst überrascht hat. Ich möchte das tägliche Bloggen nicht mehr missen, all die tollen Leute, die ich dadurch schon kennengelernt habe, die Inspirationen, Ideen, die Möglichkeit sich selbst kreativ zu betätigen - Bloggen ist totale Herzenssache von mir geworden.
Trägt menschenkind mittlerweile zu eurem Familieneinkommen bei oder ist es eher ein kleiner, feiner Nebenverdienst?
Nein, es ist momentan wirklich ein kleiner, feiner Nebenverdienst.
Wie sieht eure Produktionsstätte aus? Druckt ihr selbst und zuhause oder lasst ihr drucken?
Unsere T-Shirts werden in einer tollen kleinen Näherei in Sachsen von ganz patenten Damen genäht, auch das Weben und Färben der Stoffe findet in Ostdeutschland statt. Das Bedrucken übernimmt ein kleiner Drucker bei uns um die Ecke. Bis auf die Baumwolle stammen unsere T-Shirts also wirklich komplett aus Deutschland!
Was sind die größten Herausforderungen und Freuden eures menschenkind-Unternehmen?
Die größte Herausforderung ist, dass wir (derzeit) einfach nicht genug Zeit haben, um menschenskind weiterzuentwicklen und voranzutreiben. Die größte Freude ist, dass es mich auf die Idee gebracht hat, mit dem Bloggen anzufangen!
Was gefällt dir besonders an der Blogwelt und was stört dich an ihr?
Besonders gefallen tut mir, dass es in meinem Kopf so viele Dinge angestossen hat. Ich bastel und werkel mit einmal, wie ich es seit zwanzig Jahren nicht mehr gemacht habe. Das liegt natürlich auch an den Kindern, aber durch den Blog hab ich die Motivation, Ideen auch wirklich umzusetzen. Außerdem mag ich natürlich all die tollen Kontakte, die dadurch schon entstanden sind, rund um die Welt! Ich hab letztes Jahr an einer Blog-Wichtelei teilgenommen und mein Geschenk kam aus Kanada - toll! Und die Möglichkeit mich auf meinem Blog kreativ auszudrücken, in Wort und Bild. Ich habe Riesenspaß daran, all die schönen Sachen, die ich im Internet entdecke zu zeigen und ich merke, dass mir schreiben einfach Freude macht. Außerdem entdecke ich gerade das Fotografieren wieder, ein Hobby, das seit meinem Studium geruht hat.
Was mich stört? Dass manchmal einfach alles zu viel ist. Zu viele Blogs, zu viele Bilder, Facebook, Twitter, Pinterest, man weiß ja wirklich gar nicht mehr wo man hinschauen soll und dann schaut man überall und nirgends richtig. Und schwupps, schon ist wieder ein Stunde um, die mit zwei kleinen Kindern mühsam irgendwo abgezwackt wurde... Außerdem bin ich manchmal erschlagen von all der Perfektion. Ich habe beruflich rein gar nichts mit Design, Kunst, Fotografie o.ä. zu tun. Da kommt mir mein Blog manchmal sehr "mittelmäßig" vor, wenn ich all die anderen tollen DIY-Projekte und hochprofessionellen Präsentationen davon sehe. Aber dann wiederum finde ich, dass es genau das ist, was meinen Blog ausmacht: dass er von einer ganz normalen Frau geschrieben wird, die manches kann und vieles eben nicht.
Was hast du gelernt oder studiert?
Ich habe BWL studiert und bin eine Zahlenjongliererin... (ich sag ja, nix mit Design, Kunst o.ä. ;-)
Was sind deine nächsten Projekte und Pläne?
Mein Herzblut steckt derzeit im Blog, den möchte ich weiterentwickeln und ihm endlich ein neues Outfit verschaffen, das wird hoffentlich das nächste Projekt! Dann überlege ich schon seit einiger Zeit, ob und wie ich das Thema Werbung angehen soll, ohne dass menschenskind sein Gesicht und seine Glaubwürdigkeit verliert. Ach ja, und Photoshop ist auch gerade ein aktuelles Projekt von mir, da fuchse ich mich gerade ohne jede Vorkenntnisse allein bzw. mit Online-Tutorials ein. Puh schwierig, aber es wird...
Was würdest du gerne tun und weißt, dass du es wahrscheinlich niemals tun wirst?
Ein Buch schreiben.
Was sind deine Lieblingsorte in und um Düsseldorf herum?
Düsseldorf ist wirklich eine tolle Stadt zum Leben. Hätte ich früher auch nie gedacht, ich habe nämlich acht Jahre in Köln gewohnt... Meine Lieblingsorte liegen eigentlich fast alle am Rhein: die Rheinterassen, der Rheinpark und die Rheinauen oder der Burghof, ein Biergarten mit alten Kastanien und einem wunderschönen Ausblick auf den Rhein und tolle Sonnenuntergänge. Ach ja, und dann gibt es noch das wunderbare Hinterhof-Bistro à Midi in Pempelfort, das ist auch ein Lieblingsort von mir. Dort ein leckeres Mittagessen essen, während der Große im Kindergarten ist und der Kleine im Kinderwagen schläft – Entspannung pur!
Wohin sollte ich in Düsseldorf unbedingt gehen, wenn ich auf Kundentermin über Nacht bleibe? Erst ins NRW Forum für eine tolle Ausstellung und abends ins Olio für ein relaxtes, superleckeres Abendessen.
Was sollte ich mir in Düsseldorf unbedingt ansehen, wenn ich dort ein Wochenende mit meiner besten Freundin verbringe?
Erst die Kö, um die Schaufenster und die Ansammlung von Klischeefiguren zu bestaunen, dann die Ackerstraße in Flingern, um festzustellen, dass Düsseldorf auch anders kann. Und abends die Ratinger Straße, um zu sehen, dass in Düsseldorf richtig nette, entspannte Leute wohnen.
Montag, 27. Februar 2012
Sonntag, 26. Februar 2012
Zurück
Zurück. Es war schön und tat gut. Die salzige, frische Luft. Der Schnitt ins Alltägliche. Man kommt auf andere Gedanken (auch oder gerade wenn das kleine Mädchen eine erneute Trotzphase durchlebt und einen halb in den Wahnsinn treibt). Viel geredet haben wir – auch über "Früher": die 1970er und 80er Jahre. Damals als ich Kind war, gab es auch eine "Handmade-Bewegung". Nur das Internet mit seinen Marktplätzen und (Aus-)Tauschplätzen gab es nicht. Stattdessen entstanden die ersten Kunstgewerbeläden und man verkaufte seine Arbeiten für gute Zwecke auf meist kirchlich organisierten Basaren.
Meine Mutter sagt, sie hätte damals – neben der Lust an der Sache – auch deshalb mit dem "Handarbeiten" begonnen, weil es günstiger war (das ist heute nicht mehr so) und weil sie dafür die Anerkennung bekommen hat, die sie für die tägliche Hausarbeit nicht erhielt (das könnte heute durchaus noch so sein). Ich finde das spannend und möchte noch mehr von ihr erfahren aus dieser Handmade-Bewegung, von der sie sagt, dass es nicht die erste sei. Auch meine Großmutter hätte schon eine solche Bewegung erlebt. Sie hat anderen Frauen (eine weibliche Bewegung schien es schon immer zu sein) das Stricken und Häkeln beigebracht... Wenn ich das nächste Mal bei meiner Mutter bin, werde ich die alten Handarbeitsbücher durchforsten und die alten Fotos mit all den selbstgemachten Sachen. Ich werde es euch zeigen.
I am back in town having a good time at the sea. We have talked a lot among other things about the handmade-movement from the 1970/1980th. Then it was cheaper to do things by their own and – as a woman – you got the acceptance you hadn´t got as a house wife. It is exciting to talk about that movement with my mum. I will ask her much more and tell you.
Meine Mutter sagt, sie hätte damals – neben der Lust an der Sache – auch deshalb mit dem "Handarbeiten" begonnen, weil es günstiger war (das ist heute nicht mehr so) und weil sie dafür die Anerkennung bekommen hat, die sie für die tägliche Hausarbeit nicht erhielt (das könnte heute durchaus noch so sein). Ich finde das spannend und möchte noch mehr von ihr erfahren aus dieser Handmade-Bewegung, von der sie sagt, dass es nicht die erste sei. Auch meine Großmutter hätte schon eine solche Bewegung erlebt. Sie hat anderen Frauen (eine weibliche Bewegung schien es schon immer zu sein) das Stricken und Häkeln beigebracht... Wenn ich das nächste Mal bei meiner Mutter bin, werde ich die alten Handarbeitsbücher durchforsten und die alten Fotos mit all den selbstgemachten Sachen. Ich werde es euch zeigen.
I am back in town having a good time at the sea. We have talked a lot among other things about the handmade-movement from the 1970/1980th. Then it was cheaper to do things by their own and – as a woman – you got the acceptance you hadn´t got as a house wife. It is exciting to talk about that movement with my mum. I will ask her much more and tell you.
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| Links: Installation im Fahrradladen in der Hauptstraße, rechts: Fischernetz |
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| Links: Hafen Timmendorf auf Poel, rechts: Klingel der Löwen-Aptheke Wismar |
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| Links: Das kleine Mädchen malt, rechts: Kerzenbaum in der Nikolaikirche |
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| Deckenbemalung in der St. Josef-Kirche |
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Donnerstag, 23. Februar 2012
Mal wieder raus
Morgen früh geht es los: drei Tage raus aus Berlin. Durchatmen. Meerduft in der Luft. Fallenlassen. Rückzug ins Vertraute. Ich wünsche euch deshalb schon jetzt ein schönes Wochenende – mit ein paar neuen Fundstücken.
Tomorrow we will leave for three days. Breathing deeply the sea air. Just beeing ourselves. That´s why I wish you a pleasant weekend by now – with a few new findings.
1. Arne Jacobsen cups, 2. Kissenhülle heuteschmidt (seit heute auch auf unserem Sofa!), 3. &Tradition Bulb Pendelleuchte, 4. balancing block set von Fort Standard; 5. HAY Blocks
Tomorrow we will leave for three days. Breathing deeply the sea air. Just beeing ourselves. That´s why I wish you a pleasant weekend by now – with a few new findings.
1. Arne Jacobsen cups, 2. Kissenhülle heuteschmidt (seit heute auch auf unserem Sofa!), 3. &Tradition Bulb Pendelleuchte, 4. balancing block set von Fort Standard; 5. HAY Blocks
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Dienstag, 21. Februar 2012
Work in Progress: Ein Kongressbericht
Ich hatte versprochen zu berichten vom Hamburger Kongress zur Zukunft der Arbeit – Work in Progress. Dieses Versprechen möchte ich nun einlösen.
Work in Progress war seit langem mal wieder eine Fachveranstaltung, von der ich uneingeschränkt sagen kann: Es hat sich gelohnt! Inspirierende Beiträge, brilliante Redner/innen, spannende und richtig gut moderierte Diskussionen. Schade, dass ich nur einen Tag dabei sein konnte. Mein Bericht ist daher nur ein kleiner Ausschnitt. Vielleicht wird er noch ergänzt, von anderen, die von Donnerstag- bis Samstagabend dabei waren.
Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Und: Ist die Kreativwirtschaft ein Modell für eine zukunftsfähige Wirtschaft? Diese zwei Fragen standen für mich im Zentrum Kongresses. Die Antworten waren vielfältig und bleiben – wie der Titel Work in Progress sagt – vorläufig. Welche Erkenntnisse habe ich gewonnen? Ich will versuchen, sie in drei Thesen einzufangen.
(1) Die Zukunft der Arbeit gibt es nicht; es gibt viele Zukünfte. So die – wie ich finde überzeugende – These von Birger Priddat. Diese Zukünfte zeichnen sich durch Gegensatzpaare aus: Wissen/Nichtwissen, selbständig/angestellt, arm/reich, Arbeit/Nichtarbeit, sinnvoll/einkommenszentriert, organisierte/freie Tätigkeit. All dies wird nebeneinander und ineinander verschränkt existieren und die Arbeitswelt neu sortieren. Wir müssen unter diesen veränderten Bedingungen vor allem zweierlei können: Vertrauen und Kooperieren.
(2) Die Kreativwirtschaft weist Wege in die Zukünfte der Arbeitswelt, von denen andere Organisationen bzw. Unternehmen lernen können. Sei es die Arbeitsorganisation, die Arbeitsformen, die Arbeitsmethoden oder -instrumente – in der Kreativwirtschaft werden zukunftsweisende Ansätze gelebt. Große Unternehmen wie TUI, Otto und DHL haben das längst erkannt und arbeiten erfolgreich mit “freien Kreativen” zusammen. In Co-Working-Spaces kreiieren sie gemeinsam mit Designern und Künstlern neue Produkte und Dienstleistungen und öffnen sich gestaltend fremden Arbeits- und Denkweisen. So entstehen nicht nur zukunftsfähige Innovationen, es wird auch ein Umdenken, ein Mentalitätswandel angestoßen.
(3) Die Kreativwirtschaft ist Avantgarde und kein Business-Modell. Das ist ihre große Chance oder ihr Untergang. Die wenigsten "freien Kreativen" haben allein durch ihre kreative Tätigkeit ein einvernehmliches Auskommen. Errungenschaften der Angestelltenwelt wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub oder Tarifverträge sind ihnen vorbehalten. Wie lange werden sie das durchhalten? fragte Birger Priddat angesichs dessen zu Recht. Eine Antwort könnte eine eigene Interessenvertretung sein, um die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen an die Zukünfte der Arbeitswelt anzupassen, wie etwa Alexandra Manske anregt.
Mein Fazit: Die Kreativwirtschaft kann in jedem Fall zu einer besseren Wirtschafts- und Arbeitswelt beitragen – entweder als Impuls oder als Modell. Wenn sie dauerhaft als Modell bestehen will, müssen sich die "freien Kreativen" jedoch zusammentun und für kreativgerechte Rahmenbedingungen einsetzen: "Bildet Banden", wie der Titel eines Workshops lautete.
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| Im Foyer. Rechts: Anna |
Wie sieht die Zukunft der Arbeit aus? Und: Ist die Kreativwirtschaft ein Modell für eine zukunftsfähige Wirtschaft? Diese zwei Fragen standen für mich im Zentrum Kongresses. Die Antworten waren vielfältig und bleiben – wie der Titel Work in Progress sagt – vorläufig. Welche Erkenntnisse habe ich gewonnen? Ich will versuchen, sie in drei Thesen einzufangen.
(1) Die Zukunft der Arbeit gibt es nicht; es gibt viele Zukünfte. So die – wie ich finde überzeugende – These von Birger Priddat. Diese Zukünfte zeichnen sich durch Gegensatzpaare aus: Wissen/Nichtwissen, selbständig/angestellt, arm/reich, Arbeit/Nichtarbeit, sinnvoll/einkommenszentriert, organisierte/freie Tätigkeit. All dies wird nebeneinander und ineinander verschränkt existieren und die Arbeitswelt neu sortieren. Wir müssen unter diesen veränderten Bedingungen vor allem zweierlei können: Vertrauen und Kooperieren.
(2) Die Kreativwirtschaft weist Wege in die Zukünfte der Arbeitswelt, von denen andere Organisationen bzw. Unternehmen lernen können. Sei es die Arbeitsorganisation, die Arbeitsformen, die Arbeitsmethoden oder -instrumente – in der Kreativwirtschaft werden zukunftsweisende Ansätze gelebt. Große Unternehmen wie TUI, Otto und DHL haben das längst erkannt und arbeiten erfolgreich mit “freien Kreativen” zusammen. In Co-Working-Spaces kreiieren sie gemeinsam mit Designern und Künstlern neue Produkte und Dienstleistungen und öffnen sich gestaltend fremden Arbeits- und Denkweisen. So entstehen nicht nur zukunftsfähige Innovationen, es wird auch ein Umdenken, ein Mentalitätswandel angestoßen.
(3) Die Kreativwirtschaft ist Avantgarde und kein Business-Modell. Das ist ihre große Chance oder ihr Untergang. Die wenigsten "freien Kreativen" haben allein durch ihre kreative Tätigkeit ein einvernehmliches Auskommen. Errungenschaften der Angestelltenwelt wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, bezahlter Urlaub oder Tarifverträge sind ihnen vorbehalten. Wie lange werden sie das durchhalten? fragte Birger Priddat angesichs dessen zu Recht. Eine Antwort könnte eine eigene Interessenvertretung sein, um die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen an die Zukünfte der Arbeitswelt anzupassen, wie etwa Alexandra Manske anregt.
Mein Fazit: Die Kreativwirtschaft kann in jedem Fall zu einer besseren Wirtschafts- und Arbeitswelt beitragen – entweder als Impuls oder als Modell. Wenn sie dauerhaft als Modell bestehen will, müssen sich die "freien Kreativen" jedoch zusammentun und für kreativgerechte Rahmenbedingungen einsetzen: "Bildet Banden", wie der Titel eines Workshops lautete.
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Montag, 20. Februar 2012
PC-Arbeit
Wenn man das kleine Mädchen fragt, was ihre Eltern machen, antwortet sie: "Viel lesen und schreiben." Und zwar am Computer; nicht etwa mit Stift und Papier. Da ist es naheliegend, dass sie auch am Computer arbeitet.
Her parents work on computers. So of course she needs her own Laptop.
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Sonntag, 19. Februar 2012
Sonntags-DIY: Das Gespenst
Statt ein Sonntagssüß zu backen, habe ich heute genäht (immer muss ich entscheiden...): Ein Gespenst. Das kleine Mädchen will nämlich nicht – wie ich eigentlich erwartet hatte – als Prinzessin zum Fasching gehen, sondern als Gespenst. Also habe ich ein altes Bettlaken umfunktioniert.
Außerdem will ich endlich das Bilderrätsel auflösen. Die Gewinnerinnen sind Aybo und heute-schmidt. Ihr ward am nächsten dran. Schickt mir bitte eure Adressen per E-Mail (izetzsche(at)gmail(dot)com). In Kürze erreicht euch eine kleine Überraschung per Post. Und nun die Auflösung des Bilderrätsels: Was haben wir verändert?
Es geht recht einfach. Ihr braucht:
- Bettlaken: aus dem Laken einen großen Kreis ausschneiden. Das geht am besten indem ihr mittig einen Faden anbringt, an dessen Ende einen Stift festbindet und dann – wie mit einem Zirkel – einen Kreis zeichnet.
- Schrägband am Saum des Kreises anbringen. Außerdem auf Halshöhe als Tunnelzug.
- Kordel wird durch den Tunnelzug gezogen und zugezogen.
- Nähmaschine
- Kartoffel um die Ketten (mit denen das Gespenst rasselt) auf das Tuch zu drucken.
- Stoffmalfarbe: dito
Außerdem will ich endlich das Bilderrätsel auflösen. Die Gewinnerinnen sind Aybo und heute-schmidt. Ihr ward am nächsten dran. Schickt mir bitte eure Adressen per E-Mail (izetzsche(at)gmail(dot)com). In Kürze erreicht euch eine kleine Überraschung per Post. Und nun die Auflösung des Bilderrätsels: Was haben wir verändert?
- Rollentisch rechts neben das Sofa gestellt und
- die Slim Sophie nach Links
- Schriftzug entfernt und
- Bilder von heute-schmidt neu aufgehängt
- Tisch verkleinert und von der Wand abgerückt, so dass alle Stühle herumpassen
Nun wünsche ich euch noch einen wunderschönen Restsonntag!
I have sewed a spook for the little girl for carnival.
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Donnerstag, 16. Februar 2012
Im Flug – oder: Work in Progress
Die Woche ist nur so dahin gerast. Gefühlt ist heute Dienstag. Das Schöne daran: Das Wochenende steht schon wieder unmittelbar bevor – und ich fahre morgen (wieder für einen 1 Tag) nach Hamburg. Zum Hamburger Kongress zur Zukunft der Arbeit work in progress auf dem Kampnagel. Dort werde ich – neben spannenden Vorträgen und Diskussionen – auch ein paar "gute Bekannte" der DIY- und Handmade-Szene (wieder-)sehen: Sophie Pester von Hello Handmade oder Anna Neumann von dawanda, die ich im Januar auf der imm schon kennenlernen konnte (ich freue mich auf das Wiedersehen!). Ich bin schon sehr gespannt, welche neuen Erkenntnisse ich über mein "Leib- und Magenthema" Kreativwirtschaft als Modell für eine bessere Wirtschaft/Welt gewinnen werde. Ihr werdet es erfahren!
Tomorrow I will go to Hamburg once again for taking part on the Congress The Future of Work work in progress. Besides interesting lectures and discussions I will meet some welknown friends of the DIY- and Handmade-community: Sophie Pester from Hello Handmade or Anna Neumann from dawanda, who I have already met at the imm cologne. I am looking forward to interesting new suggestions to my pet subject "creative industry as a model for a sustainable economy". I will tell you.
Tomorrow I will go to Hamburg once again for taking part on the Congress The Future of Work work in progress. Besides interesting lectures and discussions I will meet some welknown friends of the DIY- and Handmade-community: Sophie Pester from Hello Handmade or Anna Neumann from dawanda, who I have already met at the imm cologne. I am looking forward to interesting new suggestions to my pet subject "creative industry as a model for a sustainable economy". I will tell you.
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Sonntag, 12. Februar 2012
Sonntagssüß: Gedeckte Apfeltorte
Endlich habe ich es geschafft: Mein erstes Sonntagssüß. Nicht dass ich nie gebacken hätte im vergangenen Jahr, aber entweder hatte ich die Kamera nicht in greifbarer Nähe oder mir fehlte mir Muße zum Fotografieren. Heute fügte es sich: Backlust und Muße. Dazu noch Wintersonne und wohltemperiertes Klavier. Und so genossen wir zum Dessert (zur Kaffeezeit befanden wir uns unter Dinosauriern) ein rundum gelungene gedeckte Apfeltorte.
Das Rezept stammt aus einem Backbuch von 1989 Leckeres aus der Vollwertbackstube (Burda-Verlag).
Der Teig ist ein klassischer Mürbeteig mit etwas Vanille. Er wird in zwei Teile geteilt, die jeweils auf ca. 35cm Durchmesser gerollt werden: eine Hälfte für den Boden, eine Hälfte für den Deckel.
Für Füllung besteht aus:
Orangenlasur
Das detaillierte Rezept findet ihr hier:
Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich!
Das Rezept stammt aus einem Backbuch von 1989 Leckeres aus der Vollwertbackstube (Burda-Verlag).
Der Teig ist ein klassischer Mürbeteig mit etwas Vanille. Er wird in zwei Teile geteilt, die jeweils auf ca. 35cm Durchmesser gerollt werden: eine Hälfte für den Boden, eine Hälfte für den Deckel.
Für Füllung besteht aus:
- 100g Rosinen
- 3cl Calvados
- 100g geriebene Haselnüsse
- 1 Zitrone (Saft und Schale)
- 1,5kg Äpfel (geschält und geviertelt)
- 100g Honig
- 1 kräftige Prise gemahlene Nelken
- 1/5 TL Zimt
- 1 Prise gemahlener Ingwer
Orangenlasur
- Saft einer Orange
- 1-2 EL Honig
- Rosinenflüssigkeit
Das detaillierte Rezept findet ihr hier:
Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich!
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Freitag, 10. Februar 2012
Neuzugang: Mayday
Seit wenigen Tagen erfreuen wir uns an unserem Neuzugang: Mayday. Die Lampe wurde 1998 von Konstantin Grcic für Flos entworfen. Die – dank ihrer Multifunktionalität und Flexibilität überall einsetzbare – Leuchte wurde 2001 mit dem italienischen Industriedesign-Preis Compasso d´Oro ausgezeichnet und in die Sammlung des Museum of Modern Art in New York aufgenommen – nun steht sie auch in unserem Wohnzimmer. Und ich finde nicht nur die Lampe, sondern auch ihren Erfinder ganz ausgezeichnet.
Konstantin Grcic denkt Design global: als Wegweiser, Modell und integralen Bestandteil einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschafts- und Produktionsweise. Design Thinking als Motor für soziale Innovationen, für gesellschaftlichen Wandel. Da komme ich ins Schwärmen, will ich weiterdenken ... wer mitdenken möchte, findet hier ein Interview mit Konstantin Grcic zum Thema.
Mayday has moved in a few days ago. We love our new member - as well as its artificer: Konstantin Grcic. The industrial designer is one of the most innovative design thinker. So inspiring and encouraging. If you are interest in his way of design thinking so please read this interview.
Konstantin Grcic denkt Design global: als Wegweiser, Modell und integralen Bestandteil einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Wirtschafts- und Produktionsweise. Design Thinking als Motor für soziale Innovationen, für gesellschaftlichen Wandel. Da komme ich ins Schwärmen, will ich weiterdenken ... wer mitdenken möchte, findet hier ein Interview mit Konstantin Grcic zum Thema.
Mayday has moved in a few days ago. We love our new member - as well as its artificer: Konstantin Grcic. The industrial designer is one of the most innovative design thinker. So inspiring and encouraging. If you are interest in his way of design thinking so please read this interview.
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Mittwoch, 8. Februar 2012
Ein Blick hinter: Karamelo
Es ist wieder einmal soweit: Wir werfen einen Blick hinter ein Blog. Heute hinter Karamelo, dem Blog der begnadeten Stempelmacherin Kathrin. Kennen gelernt haben wir uns auf dem Bloggertreffen zur imm in Köln. Als ich anschließend ihr Blog und ihren kleinen Laden besuchte, war es um mich geschehen: Die ersten Karamelo-Stempel darf ich bereits mein Eigen nennen. Wie Kathrin auf den Stempel kam, was sie als Teilzeit-Kleinunternehmerin besonders herausfordernd findet und wie sie mit dem Dämon Zeit kämpft – das und mehr verrät sie uns heute. 1.000 Dank an dich, liebe Kathrin, für die so spannenden wie schnellen Antworten und wunderschönen Bilder. Und euch nun viel Freude bei der Lektüre!
Was gefällt dir besonders an der Blogwelt und was stört dich an ihr?
Ganz klar: Die Inspiration. Zu sehen, was andere berührt, was sie sammeln, was sie umtreibt, was gekocht und gegessen wird. Ich finde es auch spannend zu beobachten, welche Dinge welche Kreise ziehen. Ein bisschen mehr konstruktive Kritik fände ich aber wünschenswert. Nicht alles rosa-rot sehen.
Du machst wunderschöne Stempfel. Wie bist dazu gekommen?
Vor Jahren habe ich mir auf einer Reise ein tolles Stempel-Alphabet gekauft. Damit fing eigentlich alles an. Irgendwann hatte ich dann das Bedürfnis, selber was zu produzieren. Einen kreativen Ausgleich zu schaffen. Fundstücke + Stempel = Ideen für karamelo. So in etwa.
Kannst du vom Stempfelverkauf leben?
Nein. Ich weiß auch gar nicht, ob ich das will. Ich finde es befriedigender, nicht nur eine einzige Sache zu tun. Ich gehe auch gerne meinem Brötchen-Job nach, der sich schon von Projekt zu Projekt anders gestaltet. Ich mag es, an mehreren »Baustellen« zu arbeiten.
Was sind die (oder besser: deine) größten Herausforderungen als Handmade-Kleinstunternehmerin?
All die Auflagen zu beachten (und vor allem davon zu erfahren!). Und den Überblick zu behalten. Man ist auf so vielen unterschiedlichen Kanälen unterwegs, die man auch für sich erst einmal ausloten muss, dass einem schon ein bisschen schwindelig werden kann.
Was muss ein/e Handmade-Kleinstunternehmer/in aus deiner Sicht unbedingt machen/haben, um erfolgreich zu sein?
Hm, das ist eine schwierige Frage. Das kann man nicht pauschal beantworten, die Antwort gestaltet sich für jeden anders. Für den einen ist ein Business-Plan das A und O, für den anderen ist ein Gründerseminar hilfreich. Der nächste hat vielleicht von Haus aus einen guten Support und der übernächste ist einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich würde sagen: Das Wichtigste ist, den Dingen nachgehen, die einem Spaß bereiten! Das Zweitwichtigste: Augen und Ohren offen halten.
Ich habe die Hoffnung, dass die Handmade-Szene als Teil der Kreativwirtschaft ein Vorbild für "zukunftsfähiges Arbeiten" und besseres (nachhaltige) Wirtschaften ist. Wie schätzt du das Vorbildpotenzial ein?
Ich schließe mich Deiner Hoffnung an. An der Honorierung bzw. Verankerung in und durch eine breitere Masse arbeiten die kleinen Labels Tag für Tag. Eine große (Produkt-)Vielfalt macht den kulturellen Stellenwert einer Gesellschaft aus. Letztlich will keiner in einer homogenisierten Umgebung leben. Man muss allerdings auch bereit sein, da hinein zu investieren und gegebenenfalls persönliche Abstriche zu machen. In den seltensten Fällen lauert hier das schnell verdiente Geld. Die Frage ist: Will man das überhaupt?
Arbeitest du vollzeit für karamelo?
Nein. Allerdings versuche ich, soviel Zeit wie möglich zu investieren.
Was hast du gelernt oder studiert?
Ich habe einen Diplom in Foto-Design. Allerdings habe ich seit meinem Studium nicht mehr als Fotografin gearbeitet. Mein Platz ist eher auf der anderen Seite. Nicht vor der Kamera, sondern vor den Bildern: Ich organisiere Ausstellungen und schreibe darüber.
Hast du Familie und Kinder?
Ja. Einen Mann und zwei Kinder. Von jeder Sorte eins.
Wie gelingt es dir, Beruf und Kind unter einen Hut zu bringen? Und was ist die größte Herausforderung/ das größte Problem dabei für dich?
Die Zeit! Der Dämon, mit dem ich jeden Tag auf's Neue kämpfe. Trotz aller Strukturierungsversuche habe ich nie genug davon. Weder für die Arbeit noch für die Familie, Freunde oder Hobbys.
Was sind deine nächsten Projekte und Pläne?
Mehr Schreiben, mehr Zeichnen! Ausserdem: karamelo-Produkte in »richtigen« Läden platzieren.
Was würdest du gerne tun und weißt, dass du es wahrscheinlich niemals tun wirst?
Oh, dazu fällt mir einiges ein: Nochmal Studieren, Stricken lernen, mein Französisch aufbessern, auf einem alten Bauernhof auf dem Land leben, eine mehrmonatige Reise unternehmen (zumindest nicht, bevor die Kinder nicht aus dem Haus sind). Ausserdem haben mein Mann und ich seit Jahren eine gemeinsame Projektidee, können uns aber auf keine Umsetzung einigen. Das wird wohl eine reine Idee bleiben ...
Wenn ich die Handmade-Szene von Köln kennenlernen möchte, wohin würdest du mich schicken? Wen sollte ich unbedingt kennen lernen und warum?
Auf den Designer Frühling am 5. Mai in der Lutherkirche in der Kölner Südstadt. Das ist ein ganz charmanter, selbstorganisierter Markt, auf dem Du viele spannende, lokale Labels und LabelmacherInnen auf einmal kennenlernen kannst!
Was bedeutet karamelo? Und wie kam es zu diesem Namen?
Würde man es mit »c« schreiben, wäre es spanisch und würde soviel wie »Bonbon« oder »Karamell« bedeuten. Letzteres liebe ich sehr. Aber mit »k« hat mir das Wort einfach besser gefallen.Was gefällt dir besonders an der Blogwelt und was stört dich an ihr?
Ganz klar: Die Inspiration. Zu sehen, was andere berührt, was sie sammeln, was sie umtreibt, was gekocht und gegessen wird. Ich finde es auch spannend zu beobachten, welche Dinge welche Kreise ziehen. Ein bisschen mehr konstruktive Kritik fände ich aber wünschenswert. Nicht alles rosa-rot sehen.
Vor Jahren habe ich mir auf einer Reise ein tolles Stempel-Alphabet gekauft. Damit fing eigentlich alles an. Irgendwann hatte ich dann das Bedürfnis, selber was zu produzieren. Einen kreativen Ausgleich zu schaffen. Fundstücke + Stempel = Ideen für karamelo. So in etwa.
Kannst du vom Stempfelverkauf leben?
Nein. Ich weiß auch gar nicht, ob ich das will. Ich finde es befriedigender, nicht nur eine einzige Sache zu tun. Ich gehe auch gerne meinem Brötchen-Job nach, der sich schon von Projekt zu Projekt anders gestaltet. Ich mag es, an mehreren »Baustellen« zu arbeiten.
Was sind die (oder besser: deine) größten Herausforderungen als Handmade-Kleinstunternehmerin?
All die Auflagen zu beachten (und vor allem davon zu erfahren!). Und den Überblick zu behalten. Man ist auf so vielen unterschiedlichen Kanälen unterwegs, die man auch für sich erst einmal ausloten muss, dass einem schon ein bisschen schwindelig werden kann.
Was muss ein/e Handmade-Kleinstunternehmer/in aus deiner Sicht unbedingt machen/haben, um erfolgreich zu sein?
Hm, das ist eine schwierige Frage. Das kann man nicht pauschal beantworten, die Antwort gestaltet sich für jeden anders. Für den einen ist ein Business-Plan das A und O, für den anderen ist ein Gründerseminar hilfreich. Der nächste hat vielleicht von Haus aus einen guten Support und der übernächste ist einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ich würde sagen: Das Wichtigste ist, den Dingen nachgehen, die einem Spaß bereiten! Das Zweitwichtigste: Augen und Ohren offen halten.
Ich habe die Hoffnung, dass die Handmade-Szene als Teil der Kreativwirtschaft ein Vorbild für "zukunftsfähiges Arbeiten" und besseres (nachhaltige) Wirtschaften ist. Wie schätzt du das Vorbildpotenzial ein?
Ich schließe mich Deiner Hoffnung an. An der Honorierung bzw. Verankerung in und durch eine breitere Masse arbeiten die kleinen Labels Tag für Tag. Eine große (Produkt-)Vielfalt macht den kulturellen Stellenwert einer Gesellschaft aus. Letztlich will keiner in einer homogenisierten Umgebung leben. Man muss allerdings auch bereit sein, da hinein zu investieren und gegebenenfalls persönliche Abstriche zu machen. In den seltensten Fällen lauert hier das schnell verdiente Geld. Die Frage ist: Will man das überhaupt?
Arbeitest du vollzeit für karamelo?
Nein. Allerdings versuche ich, soviel Zeit wie möglich zu investieren.
Was hast du gelernt oder studiert?
Ich habe einen Diplom in Foto-Design. Allerdings habe ich seit meinem Studium nicht mehr als Fotografin gearbeitet. Mein Platz ist eher auf der anderen Seite. Nicht vor der Kamera, sondern vor den Bildern: Ich organisiere Ausstellungen und schreibe darüber.
Hast du Familie und Kinder?
Ja. Einen Mann und zwei Kinder. Von jeder Sorte eins.
Wie gelingt es dir, Beruf und Kind unter einen Hut zu bringen? Und was ist die größte Herausforderung/ das größte Problem dabei für dich?
Die Zeit! Der Dämon, mit dem ich jeden Tag auf's Neue kämpfe. Trotz aller Strukturierungsversuche habe ich nie genug davon. Weder für die Arbeit noch für die Familie, Freunde oder Hobbys.
Was sind deine nächsten Projekte und Pläne?
Mehr Schreiben, mehr Zeichnen! Ausserdem: karamelo-Produkte in »richtigen« Läden platzieren.
Was würdest du gerne tun und weißt, dass du es wahrscheinlich niemals tun wirst?
Oh, dazu fällt mir einiges ein: Nochmal Studieren, Stricken lernen, mein Französisch aufbessern, auf einem alten Bauernhof auf dem Land leben, eine mehrmonatige Reise unternehmen (zumindest nicht, bevor die Kinder nicht aus dem Haus sind). Ausserdem haben mein Mann und ich seit Jahren eine gemeinsame Projektidee, können uns aber auf keine Umsetzung einigen. Das wird wohl eine reine Idee bleiben ...
Wenn ich die Handmade-Szene von Köln kennenlernen möchte, wohin würdest du mich schicken? Wen sollte ich unbedingt kennen lernen und warum?
Auf den Designer Frühling am 5. Mai in der Lutherkirche in der Kölner Südstadt. Das ist ein ganz charmanter, selbstorganisierter Markt, auf dem Du viele spannende, lokale Labels und LabelmacherInnen auf einmal kennenlernen kannst!
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Samstag, 4. Februar 2012
Plauderei mit Lulu
"Plaudereien" sind eine feine Sache. Im weiten Feld der Kommunikation (auf dem ich zurzeit mal wieder Hase und Igel spiele und noch nicht sicher bin, welche tierische Rolle ich spiele) zählen sie zu den leichten, heiteren Spielarten – einem Meringues vergleichbar: einem Schaumgebäck aus gezuckertem Eischnee. Ich kenne nur wenige Menschen, die die Kunst des Plauderns so gut verstehen wie Lulu. Und deshalb freue ich mich, dass ich heute mit ihr plaudern kann (und mich in der Plauderkunst ein wenig üben kann).
Was ist dein aktuelles Lieblingsoutfit?
Hast du beim Kartenspiel schonmal geschummelt?
Wie alt bist du?
Was ist dein aktuelles Lieblingsoutfit?
Zurzeit trage ich am liebsten meine schwarzen "Röhrenjeans" und die graue, warme (bei -15°C unabdingbare) Strickjacke von cos. Dazu den grau geflochtenen Gürtel von Hüftgold, mein Lieblingstuch von ikou tschüss und Ankle Boots von Riccardo Cartillone.
Wie gehst du mit schlechter Laune um? Also mit deiner eigenen?
Unterschiedlich. Manchmal lass ich sie einfach raus und schimpfe und schreie – ganz laut! Manchmal muffle und grummle ich so vor mich hin. Und manchmal lauf ich lieber vor mir selber davon: zieh die Laufschuhe an und renne bis zur guten Laune.
Wann und warum hast du dich das letzte Mal schlapp gelacht?
Letztes Wochenende: Unser Besuch hat mich nicht nur mit Hipstamic angefixt, sondern auch meine besonders albernen Seiten mit weiteren App zum "Klingen" gebracht.
Wie kam es dazu, dass du eine Bloggerin geworden bist?
Daran ist sozusagen die "Elternzeit" schuld. Auf der Suche nach schönen Dingen für kleine Kinder bin ich das erste Mal auf Blogs aufmerksam geworden. Frau Liebe und Hyggelig haben den Anstoß gegeben, ein eigenes Blog ins Leben zu rufen. Ich hatte damals wirklich keine (oder besser: noch weniger Ahnung), wohin diese Reise geht.
Würdest du mit mir Karneval feiern? Falls ja, wie würdest du dich verkleiden, oder wie sah deine letzte Verkleidung aus?
Also, wenn du mich wieder so lieb fragen würdest, wie du es für diese kleine Plauderei gemacht hast – ich würde wohl nicht nein sagen. Aber ganz ehrlich: Karneval ist mir so fremd wie ein pazifisches Stammesritual. Das letzte Mal habe ich mich in der Grundschule verkleidet. Als Hase (was sagt mir das jetzt über meine Hase und Igel-Rolle?).
Findest du es doof, wenn man Bloggerspiele verfälscht und sich nicht mehr an die genauen Regeln hält?
Nein. Das finde ich absolut angemessen. Ich bin mittlerweile konservativ genug, um zu sagen, "Regeln sind grundsätzlich gerade nicht zum Brechen da". Aber dieser Grundsatz hat seine Grenzen. Und bei Bloggerspielen ist diese Grenze ganz sicher weit überschritten.
Hast du beim Kartenspiel schonmal geschummelt?
Ja.
Wie alt bist du?
So alt, dass Punkrock noch eine Lebenseinstellung und keine Mode war.
Links: ich, rechts: meine Freundin, die ich seit bald 25 Jahren kenne.
Was ist dein nächster Traum, den du dir erfüllen möchtest?
Ob ich den Traum wirklich erfüllen werde, weiß ich nicht. Aber es ist ein so schöner Traum: Ein halbes Jahr im ausgebauten LKW durch Nordeuropa touren.
Was ist dein letzter erfüllter Traum?
Was ist dein letzter erfüllter Traum?
Mir mehr Zeit für mir liebe Menschen zu nehmen – egal wie viel zu tun ist/scheint, wie müde oder k.o. ich mich fühle oder lustlos ich bin.
Denk dir die Frage Nummer 11 selbst aus und beantworte diese.
Denk dir die Frage Nummer 11 selbst aus und beantworte diese.
Hätte ich jemals gedacht, dass ich heute da stehe, wo ich bin? Nein. Hätte mir vor 12 Jahren jemand gesagt, dass ich heute hier bin, hätte ich wohl gesagt: "Du spinnst!"
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Donnerstag, 2. Februar 2012
Schöne Dinge gegen schlechte Laune
Schlechte Laune habe ich. Warum? Weil ich mich darüber ärgere, dass ich mich darüber ärgere, dass Gespräche scheitern. Und weil ich mich darüber ärgere, wie viel Energie ich auf dieses Scheitern verwende. Statt gelassen "shit happens" zu sagen, routieren die Gedanken. Dagegen hilft nur eines: Ablenken. Und womit lenkt man sich am besten ab? Mit einer Runde durch die weite Welt der schönen Dinge. Hier seht ihr einige meiner schönesten Fundstücke.
I am in a bad mood, angry about myself, since I put to much energy in failed communication. Instead to say "shit happens" I permantly think about the situation, analyse it and try to find an answer. The only exit option is a trip through the wide world of fine things. Here you can see some of my findings.
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| links oben: 20+12 design stories from helsinki; oben rechts: Armreif von cos; mitte links: Holzperlenkette von heuteschmidt; mitte rechts: Untersetzer von rk; unten links: Kissen von artek; unten rechts: Wandhaken von muuto |
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Kalt
Es ist sooo kalt. Minus 15 Grad waren es heute morgen. Fast zu kalt zum Fahrradfahren. Sogar die Spree ist zugefroren. Aber noch gebe ich nicht auf. Es ist einfach zu schön: diese klirrende Kälte mit Sonnenschein.
It is so cold. Today morning we had -15°C. Nearly to cold to go by bike. Even the Spree is frozen. But I do not give up yet. It is so awesome: frost and sun.
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