Sonntag, 30. Oktober 2011

Schwimmende Speisen/Floating Food

Das Fieber ist vorbei! Vielen Dank für all euren lieben Besserungswünsche. Sie haben gewirkt. 
So konnten wir heute wieder etwas mehr unternehmen. Wir waren im Haus der Kulturen der Welt  und haben uns die Ausstellung "Floating Food" von Ulrike Ottinger angesehen – eine Collage aus vier Jahrzehnten des künstlerischen Schaffens der Filmemacherin, Fotografin und Weltensammlerin.
Ich war und bin noch ganz beeindruckt. So anders, so ungewöhnlich. Nachdenklich stimmend.
Today we have visited the exhibition "Floating Food" of Ulrike Ottinger in the House of World Cultures. The filmmaker, photographer and collector of worlds was arranging a comprehensive collage covering four decades of her creative work. It was awesome.

Samstag, 29. Oktober 2011

Spaziergang mit Mascha

Das kleine Mädchen ist noch immer krank. Sie hat Fieber. Nicht mehr, nicht weniger. Aber sie ist ein wenig schlapp, weshalb ich heute mal wieder einen Spaziergang mit Mascha gemacht habe. Bei wunderschönem Herbstwetter sind wir durch unseren Kiez gelaufen. Und ich weiß wieder einmal mehr, warum ich hier so verdammt gerne lebe.


The little girl is still ill. That´s why we have had a little walk through our "kiez" (quarter). Now I know why I love to live here once again.

Freitag, 28. Oktober 2011

Glück im Paket

Schon wieder Freitag. Ich fliege durch die Zeit, und lasse eine Chaos-Woche hinter mir. Erst nichts halbes und nichts ganzes, dann zwei Tage à 11 Stunden Büro und seit gestern Home-Office mit kranken Kind und Nachtarbeit, weil es sich mit krankem Kind am Tage nicht vernünftig arbeiten lässt. Da macht die Aussicht auf ein arbeitsfreies Wochenende doch gleich ein bisschen glücklich(er). Glücklich macht mich außerdem die Aussicht auf ein paar entspannte Lesestunden (drei neue Paumes-Bücher sind mir gestern ins Haus geflattert) sowie die Sicht auf unser neues Mobile und die neue Garderobe.
Ins Glückspaket kommen außerdem die obligatorischen Wochenendsprints am Morgen bei strahlend blauem Himmel – hoffentlich.

Schöne Stunden mit der gesundenden Mascha und abendliches Kochen mit Blick auf die neue Bildergalerie in unserer Küche (darunter ein Juto und ein Philuko) kommen noch hinein ins Päckchen, und damit wünsche ich euch ein wunderschönes, glückliches Wochenende! 

Mehr Glückspakete gibt es hier und hier.

I wish you a happy weekend!

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Erste Gedanken an Weihnachten

Bisher habe ich die Schokoladenmänner und Spekulatiusberge im Supermarkt gut ausblenden können, aber so langsam wird das Thema auch für mich virulent: Advent und Weihnachten. So lang ist es nämlich nicht mehr hin bis zum 1. Advent. Und ich möchte dem kleinen Mädchen und – wie es mittlerweile Tradition ist – auch meiner Mutter so gerne wieder einen Kalender selber machen.

Noch weiß ich nicht, was ich für wen machen könnte. Wisst ihr schon, was ihr dieses Jahr macht? Oder habt ihr Tipps, wo ich schöne Anregungen finde? Ein paar schöne Ideen habe ich in der Brigitte gefunden, aber es gibt sicher noch mehr. Und dann kommt ja noch die große Frage: Was tue ich hinein? Puh. Da kommt noch Arbeit auf mich zu.

The Advent is coming and I have to think about the question of calendar and filling. Do you have any ideas?

Montag, 24. Oktober 2011

Schweifender Blick

Es ist so wohltuend, den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Nicht gleich auf die nächste Brandmauer zu stoßen, sondern bis zum Horizont sehen zu können. Meine Augen entspannen sich; und mit ihnen mein Geist. Muße stellt sich ein. Ein Wochenende auf dem Land wirkt Wunder.

I have ruralized for 2,5 days and now I feel fresh and relaxed
Es war höchste Zeit, der Großstadt mal wieder den Rücken zu kehren. Ich hatte schon fast vergessen, wie still und wie dunkel die Nächte sind und wie hell die Sterne leuchten, wenn der Lichtsmog schwindet. Zweieinhalb wunderbare Tage waren das. Wie aus der Welt gefallen. Geschlemmt, gelaufen, gelesen. Am Wasser, im Wald, in der Villa.
Jetzt sind wir wieder da. Die Stadt und der Alltag haben mich zurück. Und in meinem Hinterkopf plane ich nächste Stadtflucht. Hoffentlich gelingt sie mir noch im Advent, bei klirrender Kälte am warmen Ofen.

Samstag, 22. Oktober 2011

Ein Blick hinter: snygg

Zum Wochenende dürfen wir einen Blick hinter snygg werfen. Ein Blog, den ich ob seiner  Unaufgeregtheit und feinen Ästhetik ganz besonders schätze. Betrieben wird er von Vi, die – wie könnte es bei so viel Sinne fürs schlichte Schöne anders sein – aus Schweden kommt. Ich freue mich, dass wir nun schon das zweite Mal etwas gemeinsam machen (vor Kurzem habe ich über Berlin für sie geschrieben), sage "Danke, liebe Vi!" und wünsche euch viel Spaß bei der Lektüre.
Eure MiMa

Today we meet Vi from snygg, a fine and selected blog. Please have a look at it.

Liebe Vi, magst du dich kurz vorstellen? 
Ich bin Ende 20, ein bisschen schwedisch, ein bisschen deutsch, aber vor allem stets von Fernweh geprägt. 

Wo kommst du her und wo wohnst du jetzt?
Ich bin in Stockholm, Schweden, geboren und aufgewachsen und wohne seit diesem Sommer mit meinem Nichtmann und unserem Sohn in Hamburg. 

Was hat dich von Schweden nach Deutschland "verschlagen"? 
Beim ersten Mal, als ich zum Studium nach Deutschland gezogen bin, wollte ich das Land meiner Eltern kennen lernen. Beim zweiten Mal wollten wir einfach gemeinsam ins Ausland. Mein Nichtmann war schließlich die treibende Kraft, die uns in Deutschland hat Zelte aufschlagen lassen.

Was vermisst und was schätzt du hier besonders, was es in Schweden nicht gibt? 
Ich vermisse sehr viel aus Schweden und mir wurde in den letzten 2 Jahren in Deutschland – und besonders seit der Geburt meines Sohnes – bewusst, wie sehr ich dort verwurzelt bin. In Deutschland schätze ich vor allem die große Brotvielfalt, die guten Brezeln und das Gesundheitssystem, auch wenn Deutsche Letzteres immer für einen Scherz halten :) 
Wie lange wirst oder willst du hier bleiben? 
Das lassen wir auf uns zukommen. Im Moment sind wir froh, dass die Wohnung langsam Gestalt annimmt, da liegt der nächste Umzug gedanklich in weiter Ferne. Sesshaftigkeit liegt aber weder meinem Nichtmann noch mir im Blut. Wir freuen uns schon darauf, irgendwann an einem anderen, neuen Ort neue Erfahrungen sammeln zu können. 

Wie alt ist dein kleiner Sohn? 
Jetzt 16 Monate jung. 
 Wächst er zweisprachig auf? Und wenn ja, was spricht er mehr? 
Ja, er wächst mehrsprachig auf, benennt im Moment aber noch fast alles mit bil (schwedisch für Auto) und Mama. Wir sind selbst ganz gespannt, wie er sich sprachlich entwickeln wird. 
Kommt dein Nichtmann auch aus Schweden? 

Zur Hälfte - seine Familie väterlicherseits stammt aus Schweden und er hat dort einen Teil seiner Kindheit verbracht. Er hat allerdings, genau wie ich mit deutschen Eltern in Schweden und unser Sohn jetzt mit uns, auch einige Jahre als expat-Kind im Ausland gelebt. Vermutlich gehört Sesshaftigkeit deshalb auch nicht zu unseren Stärken :) 

Was hast du gelernt und/oder studiert? 
Nachdem ich als Jugendliche erst jahrelang Grafikdesign und anschließend ebenso lange Medizin studieren wollte, wurden es schließlich Psychologie und BWL. Zum Glück! Ich bin noch immer sehr zufrieden mit dieser Entscheidung und dem, was sich für mich beruflich daraus entwickelt hat. 

Womit würdest du deine Tage am allerliebsten verbringen? 
Am allerliebsten mit einem guten Buch und meiner Kamera irgendwo am Wasser. Dazu ein gutes Essen in netter Gesellschaft und es wäre der perfekte Tag. 

Was würdest du gerne tun und weißt, dass du es wahrscheinlich niemals tun wirst? 
Promovieren. 

Welche Orte sollte man unbedingt in Schweden gesehen haben? 
Mein Herz schlägt natürlich besonders für Stockholm, aber die Schönheit der Stadt scheint sich in den letzten Jahren sowieso schon herumgesprochen zu haben. Auch Göteborg ist eine tolle und vielseitige Stadt, die einen Besuch wert ist, und die skandinavische Landschaft ist herrlich. Da ich stets die Nähe zum Wasser suche, mag ich besonders die Schärengebiete und die Gegenden um Vättern und Vänern, die zwei großen Seen in Schweden (z.B. Jönköping am Vättern - eine kleine gemütliche Universitätsstadt). 

Freitag, 21. Oktober 2011

Wochenendglück

Zum Wochenende packe ich wieder mein Glückspaket. Nach einer Woche, die wider Erwarten sehr stressig war. Eine Mischung aus Urlaub und Home-Office ist definitiv nicht empfehlenswert! Man macht beides nicht richtig und alles nur halb. Aber bevor der Frust so richtig groß werden konnte, flog mir ein Päckchen von vierundmutig zu, gefüllt mit sieben kleinen, feinen Sachen, die glücklich machen: Badezauber, Ohren- und Magenschmaus, eine Sehreise nach Paris, ein Krimi in Berlin und viele liebe Worte. Ich bin ganz gerührt. 1000 Dank dafür, liebe Silke!

Was ist kommt noch ins Päckchen? Ein kleiner Beitrag zum Thema Work-Life-Balance in der neuen Nido. Das Foto hat Valeria gemacht; so haben wir uns also kennen gelernt.

Eine Minostrone segelt sacht ins Päckchen hinein: Ein Geschenk von der lieben Philuko, das ich eigentlich nicht verdient habe. Vielen Dank, du Liebe!
Hinten links im Päckchen kommt eine kleine Fotosession mit Mascha. Sie hatte so überhaupt keine Lust, und hat sich nur durch die Aussicht auf ein Kirschkaugummi überreden lassen. Eine lustige Reihe ist es dann aber geworden.

Ein großes Glück am Wochenende ist die heutige Disputation und die anschließende Fahrt aufs Land. Zweieinhalb Tage in einer kleinen Pension mitten auf dem Land, fernab von Autos, Computer und Lärm. Uih, da freu ich mich! Und wünsche euch ein ebenso schönes, wie erholsames Wochenende.

Mehr Glückspakete gibt es wie immer bei Steffi und Okka, denen an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön gebührt, denn ohne sie, wäre mir kein Glückspaket ins Haus geflattert. 

Dienstag, 18. Oktober 2011

Und noch mal woanders ...

Heute scheint ein besonderer Blog-Tag zu sein. Nicht nur berichtet Kickcan & Conkers über Maschas Zimmer, pinkmilk postet über Spaziergang mit Mascha. So schön! Vielen Dank!

Not only Deborah from Kickcan & Conkers has written about Mascha´s room, but pinkmilk has published a post about A Walk with Mascha. Thank you so much!


Mascha bei Kickcan & Conkers

Ich bin so stolz und glücklich: Deborah zeigt heute auf ihrem wunder-, wundervollen Blog Kickcan & Conkers Maschas Zimmer. Dabei geht sie der Frage nach, wie sich Maschas Persönlichkeit in ihrem Zimmer wiederspiegelt. Vielen lieben Dank, Deborah, für diesen liebevollen Beitrag!

I am so happy and feel honored: Deborah from  Kickcan & Conkers is presenting Mascha´s room today. Thereby she focusses on the question: How does her room represent her personality? Thank you so much, dear Deborah, for that lovely post.

Sonntag, 16. Oktober 2011

Unbekanntes Berlin

Ganz am Anfang meines Studiums (das war 1998) haben wir in einem Seminar über Stadtethnologie mal unsere Bewegungsradien in den Stadtplan gezeichnet. Ich war erschrocken, wie klein mein Radius in Relation zu den Berliner Ausmaßen (892 km²) war. Er beschränkte sich mehr oder weniger auf drei, vier Bezirke. Das hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Umso aufmerksamer bin ich, wenn wir uns aufraffen, um unbekanntes Stadtterrain aufzusuchen. So wie heute. Da hat es uns nach Pankow und in den Wedding verschlagen.

Zwei benachbarte Bezirke und zwei gänzlich unterschiedliche Welten, die wiederum beide ganz anders sind als die typischen Innenstadtbezirke. In Pankow residierte einst die Politprominenz der DDR, heute zieht´s junge Familien mit Sehnsucht nach urbanem Grün dorthin. Und der Wedding, der sich unmittelbar anschließt an dieses grüne Ostidyll: Er ist der letzte noch unberührte Problembezirk der Stadt. Wir haben von beidem nur einen kleinen Ausschnitt gesehen. Und ich habe Lust, mehr zu entdecken.

Today we have dicovered new regions of Berlin: Pankow and Wedding. Now I go for see more of these unknown places. 


Freitag, 14. Oktober 2011

Ich packe mein Päckchen

... fürs Wochenende und fülle es mit vielen kleinen, feinen Dingen, die glücklich machen. Wie Steffi und Okka und viele andere auch.

It is time to pack my package of luck for the weekend and to wish you a happy weekend. Yours Mima
Aussichten: TXL Berlin
Hinein kommen zuerst einmal die Aussichten, die sich unmittelbar an das Wochenende anschließen: ein Kurzurlaub mit Zeit für Kreatives (eine kleine Auftragsarbeit, mehr wird noch nicht verraten) und Zweisamkeit (das kleine Mädchen ist allein bei den Großeltnern), vor allem aber das große Finale des Herrn MiMa, mit dem wir nach langer Zeit einen Schlusspunkt setzen können hinter das Kapitel "Doktorarbeit". Helau!
Ein abgelegter Gips kommt ins Päckchen und die Freude darüber, dass Mascha sich endlich wieder die Ohren zuhalten kann. Mein obligatorischer Morgensprint am Samstag und Sonntag bei wunderbarem Herbstwetter macht schon in der Vorstellung gute Laune. Und ja: ein wenig Muße. Einfach in den Tag hineinleben ohne Plan und Zeitdruck.

Zu meinem kleinen Glück am Wochenende gehört außerdem die Vorbereitung meiner erster Lesung. Wie euch vor einiger Zeit erzählt habe, hat Linda mit dem tollkühnen Volksfaden mich gefragt, ob ich bei und mit ihr aus "Spaziergang mit Mascha" lesen würde. Nachdem wir uns vorhin getroffen und die Details besprochen haben, steht jetzt fest: 

Spaziergang mit Mascha
Lesung & Collagen
Samstag, den 10. Dezember 2011 ab 16.15 Uhr  
Crellestraße 17
10827 Berlin

Und zu guter Letzt gehört ihr und eure Kommentare in mein Glückspäckchen, die mich immer wieder freuen und neue, so überraschende wie schöne Begegnungen mit sich bringen.

Ein wunderschönes sonniges Herbstwochenende wünsche ich euch!
Eure MiMa

Dienstag, 11. Oktober 2011

Ein Blick hinter: Fräulein Text


Es wieder so weit: Wir werfen einen Blick hinter ein Blog. Heute erfahren wir, wer sich hinter Fräulein Text verbirgt, die uns seit Dezember 2010 mit sprachlichen und visuellen Köstlichkeiten aus dem Netz, dem Leben, der Küche und von Unterwegs beglückt. Fräulein Text ist eine der beiden Bloggerinnen, die die Initiative Sonntagssüß und damit eine bundesweite Backbewegung ins Leben gerufen haben (der ich mich allein aus Zeitgründen bisher nicht angeschlossen habe).

Liebe Nina, 1000 Dank, dass du uns einen Blick hinter dein Blog schenkst. Und nun viel Freude beim Lesen und Schauen!

Eure MiMa

Today we meet Nina from Fräulein Text. Unfortunately our conversation is in German, but please have a look at her gorgeous blog Fräulein Text. It is worth a visit!

Wer steht hinter Fräulein Text?
Hinter Fräulein Text steht Nina. Offiziell freie (Mode-)Journalistin, aber im Moment vielmehr "Suchende".

Wie alt bist du? 32

Wo wohnst du? Seit wann und was hat dich dorthin "verschlagen"?
Ich wohne im Rheinland, in der Nähe von Düsseldorf - und das schon immer. Ich bin quasi Geburtsrheinländerin. Doch das Herz vermag dort immer noch nicht so recht Wurzeln schlagen. So als wäre ich nicht richtig eingepflanzt. Immer ein Stück über der Erde.

Hast du einen Tick?
Ich sammle Papier, Verpackungen, Stoffe, Fäden, Knöpfe - all das Kleine, was meist übrig bleibt, findet bei mir einen Platz. Ich liebe es, die auf den ersten Blick ungeliebten Dinge einzufangen und ihr Leben zu verlängern. Außerdem lasse ich mir gerne alles als Geschenk einpacken, um zu sehen wo die Ideen sitzen. Ungerade Zahlen sind auch ein "Tick" von mir. Genauso wie essen nach Farben und Konsistenzen. Da fällt zwar oftmals etwas aus dem Raster, was es eigentlich verdient hätte, verspeist zu werden, aber der Kopf schafft es nicht über den Geschmack.

Welche Musik hörst, welchen Autor liest und welche Künstler/innen schätzt du besonders?
Mir gefällt die Musik deutscher Künstler sehr. Ich mag es zu hören, wo sich die Feinheiten im Text verstecken, wie das Spiel mit den Worten funktioniert, ob der Buchstabe auf dem Ton sitzt. Anna Depenbusch, Alin Coen, Bosse gerade. BOY überzeugt mich - auch auf Englisch.

Lesen? Unlängst bezirzt hat mich Fiete Anders, ein (Kinder)Buch von Miriam Koch. Und ich schätze die Fotografien von Oliver Helbig. Den Glanz und die Melancholie, die sich in seinem Blick verbinden.

Worauf kommt es beim Schreiben an? Wann ist ein Text deiner Meinung nach gelungen?
Fernab alles technischen Wissens braucht ein Text für mich ein Herz und eine Melodie. Ein guter Text ist wie ein Tanz im Takt. Und: Schreiben erfolgt - zumindest bei mir - ganz intuitiv. Es muss fließen. Ich persönlich mag das Spiel mit den Buchstaben, einfach mal einen weglassen oder hinzufügen und schauen, was passiert. Außerdem: Ehrlich sein. Sich fallen lassen. Zwei Eigenschaften, die ich im Leben generell schätze. Mir fällt es leichter, sie im Schreiben umzusetzen. Mir gefallen Texte mit Witz und Energie. Und dennoch: Blockaden gibt es natürlich auch bei mir. Ich versuche, sie zu überschreiben. Deshalb: Dranbleiben ist wichtig! Ich übe mich permanent darin und gerade ganz besonders.

Was hast du gelernt und/oder studiert? Was wäre dein absoluter Traumjob?
Im ersten Anlauf Germanistik, im zweiten dann Modejournalismus. Und im dritten wäre ich gerne Patisseurin, Floristin, Modistin oder Regentropfenzählerin. Ein eigener Laden wäre schon groß. Gefüllt mit gutem Porzellan, mit Dingen aus Papier, mit Stoff und Kleidung, mit Gebäck.


Was sind deine großen Leidenschaften und/oder Hobbys?
Ich liebe das Süß. Ja, Backen ist schon etwas, das mir Freude macht. Zusammen mit dem, was dem Prozess vorausgeht: gute Zutaten kennenlernen, sie fühlen, riechen, schmecken, und sie anschließend in einen Kuchen, ein Süß umsetzen. Diese Leidenschaft teile ich übrigens glücklicherweise mit Katrin (von lingonsmak) und Julie (von mat&mi). Zusammen haben wir Anfang des Jahres die Initiative Sonntagssüß ins Leben gerufen, die so vielen anderen Appetit macht.

Das Meer zählt definitiv auch zu meinen Leidenschaften. Ich bin keine begeisterte Schwimmerin, vielmehr ist es die Kraft und gleichzeitig die Ruhe, die mich am Wasser fasziniert. Wenn ich vom Meer rede, dann meine ich vor allem die Nordsee. Wenn nichts mehr geht, bringt mich die See zurück - zu mir.

Außerdem schaue ich mich gerne um und genau hin. Ich gehe einfach gerne durch "die Welt" in meinem Radius und studiere, was da draußen so passiert. Ich entdecke gerne neue Läden, Orte, Cafés.

An welchen 3-5 Dingen hängst du ganz besonders?
An meinem Baiserring, der mich immer daran erinnern soll, dass da noch was Süßes kommen muss im Leben. An einem alten belgischen Vorratsschrank mit Fliegengitter - vom Flohmarkt, und an meinem A aus Holz. Krumm, schief, mit Geschichte und von dem Künstler Franz Burkhardt (siehe Fotocollage unten, Bild links oben).
Was würdest du gerne tun und weißt, dass du es wahrscheinlich niemals tun wirst?
Fliegen.

Welche Orte sollte man in deiner Heimatstadt unbedingt gesehen haben?
Für Düsseldorf lege ich Dir erstmal ein paar Süß-Stationen nahe: Dolcinella, weil es extrem schön eingerichtet ist und es dort tolle Torten gibt, die Diele, weil sie das beste Eis der Stadt in den Becher spachtelt: Salzkaramell, Rhabarber, Ingwer-Zitrone, und das Café Hüftgold für knackige Kuchenklassiker. Außerdem Pure Freude in der Carlstadt für eine Schachtel Macarons und - ein paar Schritte weiter - Törtchen Törtchen auf dem Carlsplatz.

Im NRW-Forum finden immer tolle Ausstellungen zu zeitgenössischer Fotografie und Mode statt. Gute Flohmarktbeute gibt es ein paar Bahnstationen weiter (immer noch in Düsseldorf-Nähe) im Gare du Neuss, und wer Musik mag, der muss in die Tonhalle - in den großen Kuppelsaal. Kommende Woche übrigens: New Fall Festival.

Welchen Ort würdest du mir empfehlen, wenn ich alleine (ohne Mann und Kinder) für ein Wochenende verreisen wollte?
Immer wieder Hamburg. Schnurstracks zu Herrn Max und dann an die See. An irgendeinen Platz dort oben. Und Island. Dorthin musst Du mich allerdings mitnehmen, denn ich war auch noch nie da. Anreise: mit dem Schiff natürlich ;-)

Anm. MiMa: Ohja. Wir fahren zusammen mit dem Schiff nach Island! Ich war auch nicht dort und würde so gerne.



Freitag, 7. Oktober 2011

Mein Glückspaket

Die Initiative Ein Glückspaket fürs Wochenende von  Steffi und Okka gefällt so mir so gut, dass ich freitags nun auch mein kleines Päckchen packen werde.

Heute fülle ich es mit der Vorfreude auf einen Bummel über den Winterfeldmarkt und die Aussicht 100 Sonnenblumen für einen Appel und Ei zu bekommen.
Ins Päckchen kommt außerdem eine gute Flasche Rotwein von meinem Lieblingsweinhändler, seines Zeichens Schweizer und im vorherigen Leben Radio-Redakteur (das scheint eine gute Voraussetzung zu sein). Meine Laufschuhe packe ich hinein zusammen mit meiner neuen Musikentdeckung (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Frau Heuberg, die mich darauf aufmerksam gemacht hat). Angesichts der vor mir liegenden 1,5 Stunden, in den ich rennend ungestört und höllenlaut Musik hören kann,werde ich hier auf meinem Stuhl schon ganz hibbelig.
Ins Glückspaket gehört außerdem die Zeit, die ich am Wochenende mit Mascha verbringen kann. Von früh bis spät. Nicht immer stressfrei, nicht immer friedlich, aber so wohltuend, so richtig und so wichtig.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein glückliches Wochenende.

This is about all the little things that will make me happy this weekend: a walk on the market, a good wine, running with music and the time with Mascha. What makes you happy? Pack a Packet of Luck for the Weekend like  Steffi and Okka.  I wish you a happy weekend!

Let´s go!

Es geht los! Wenn ihr Lust und Zeit habt, kommt doch mit auf einen Spaziergang durch Berlin über Vis wundervollen snyggblog. Ich freue mich auf euch und hoffe, ihr genießt diesen - vielleicht etwas ungewöhnlichen - Weg durch eine Metropole im Wandel.

It´s time! If you are in the mood for a little walk, so I invite you now to follow me to Vi´s wonderful snyggblog, where we will start an erratic walk through a metropolis in change.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Orange

... ist das heutige Thema von beauty is where you find it von Nic, und die wichtigste, obgleich nicht immer so geliebte Farbe in meinem Leben. Und das kam so.

Von je her verbinde ich Worte und Namen mit Farben. Als Kind konnte ich mich stundenlang mit Farbklängen beschäftigen. Das tat ich auch eines abends vorm Einschlafen, und zwar mit dem Farbklang meines Namens: Indre. Er klang (und klingt) orange in meinen Ohren (oder besser: Augen?), und das war eine Katastrophe!

Ich mochte Orange ganz und gar nicht, und hätte alles dafür gegeben, dass er rot oder blau oder gelb klingt. Doch alle Selbstüberlistungsversuche schlugen fehl, und so stand ich zu später Stunde heulend im Wohnzimmer meiner Eltern. Die wussten mit meiner Antwort auf die Frage, was denn los sei, wenig anzufangen: "Mein Name klingt orange!"

Irgendwie gelang es meiner Mutter dann aber doch, mich zu beruhigen und mir die schönen Seiten von Orange glaubwürdig -- und vor allem auch nachhaltig -- zu vermitteln. Heute liebe ich diese Farbe (und mit meinem Namen habe ich mich auch arrangiert).

In diesem Sinne: "beauty is where you find it".
Eure MiMa

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Teaser

Am Freitag, den 7. Oktober ab 9.30 Uhr lade ich euch nun ein, mit mir einen Spaziergang durch Berlin machen. Hier ein winzig kleiner Vorgeschmack.

PS: Wenn ihr morgen keine Zeit habt für einen Spaziergang, keine Sorge! Er wird quasi jederzeit nachholbar sein.

I invite you to an erratic walk through Berlin on friday the 7th of October at 9.30 p.m. This is just a little foretaste of it.
Oben: Andreas Murkudis Concept Store, Mitte: Europacenter, unten: Riesenrad zur Einheitsfeier

Montag, 3. Oktober 2011

Im Garten

Heute waren wir nach langer Zeit wieder einmal in unserem Garten. Es war traumhaft, und wahrscheinlich das letzte Mal, dass wir im T-Shirt bis zum Sonnenuntergang draußen sitzen konnten.

Today we were in our garden after a long time. It was wonderful, and I guess, the last time we could sit outside in t-shirts until sunset. 
Man kann auch mit Gips schaukeln

Bahnhof hinterm Garten
Das Gasometer (aus dem seit Neuestem Günter Jauch seine Talk Runde sendet)