Samstag, 21. Mai 2016

M i MA go schlöfele

fahrradgerechte Stadt, #radentscheid, isabel marant, bauhaus, tiny houses
Davon dass ich so müde bin und weder Kaffee noch Schlaf etwas daran ändern mögen, hatte ich erzählt. Auch Vitamin D hat nicht geholfen. Also gebe ich mich geschlagen – oder besser: hin – und lasse M i MA mitten im Mai einen kleinen Schlaf machen. Ein Schlöfele wie es so wohlig-warm im Schweizerdeutschen heißt. Bevor die Lider schwer werden und der Wunsch sie zu schließen überhand nimmt, habe ich noch eine Liste erstellt: Zutaten für süße Träume. 

Bis bald!

Freitag, 13. Mai 2016

KW 18 #müdesomüde

Müde. Ich bin so müde. Ganz gleich wie viel Kaffee ich trinke und wie viel Stunden ich schlafe. Selbst diese kleine Liste zu schreiben, fällt mir schwer. Ist das die Frühjahrsmüdigkeit? – Wie dem auch sei: Ich wünsch' allen ein wunderbares, langes Pfingstwochenende!

Montag, 9. Mai 2016

Ein Blick hinter "Dein Tod und ich"

Judith Peller (c) Karolina Parot
"Es geht nicht darum, gute Ideen zu entwickeln. 
Es geht darum, die richtige zu finden." 

Sie hat eine Trauer- und Interviewplattform über das Weiterleben nach dem Tod ins Leben gerufen, sich vor wenigen Monaten als als PR-Beraterin und Inspirationscoach selbstständig gemacht und wird in wenigen Wochen ihr Unterhosen-Label launchen. Wer? Judith Peller. Die 34-jährige Powerfrau mit dem ansteckenden Lachen, den 1.000 Ideen und dem richtigen Riecher. Im heutigen Montagsinterview spricht sie über richtige Idee und gute Entscheidungen, über die Schönheit des Kontrollverlusts und die Lust am Leben.

Ich danke dir, liebe Judith, für das wunderbare Gespräch mit dem ich euch allen einen ebensolchen Start in die neue Woche wünsche.


Wer ist Judith Peller?
Diese Frage habe ich so tatsächlich noch nie beantwortet: Zumindest nicht in dieser objektiven Form! Wer ist Judith Peller? Judith Peller ist eine 34-jährige Wahl-Berlinerin, die sich gerade mit INSPRIRATION als PR-Beraterin und Inspirationscoach selbständig gemacht hat. Schon als kleines Mädchen konnte ich mich nie für eine einzige Sache entscheiden, deshalb ist INSPRIRATION auch nur eines von vielen Themen in meinem Leben. Judith Peller ist immer auf der Suche, würde ich sagen: nach der nächsten Idee, dem nächsten spannenden Projekt, dem nächsten inspirierenden Auftrag. 

Seit mehr als zwei Jahren arbeite ich z. B. an der perfekten Unterhose für Frauen. Im Sommer erscheint die erste Unterhosen-Edition meines Wäsche-Labels "viel mehr als grau". Ich habe eine Trauer- und Interviewplattform ins Leben gerufen, die nicht den Tod, sondern das Weiterleben in den Mittelpunkt stellt. "Dein Tod und ich" heißt sie. Ich wünsche mir von Herzen, dass wir endlich wieder normal über den Tod sprechen.

Gerade lese ich das wunderbare Buch "Du musst dich nicht entscheiden, wenn du tausend Träume hast" von Barbara Sher. Der Titel trifft es irgendwie ganz gut: Ich interessiere mich einfach für sehr viele verschiedene Dinge.  

Freitag, 6. Mai 2016

KW 17 #muttertagswunsch

"I’m a worker. I’ve always worked. I was working before people read anything about me, and the day they stopped reading about me, I was doing even more work. [...] the idea that if you’re a mother, you’re not doing anything—it’s the hardest job there is, being a mother or father requires great sacrifice, discipline, selflessness, and to think that we weren’t doing anything while we were raising a son or daughter is appalling. It makes me understand why some human beings question their worth if they’re not making a huge amount of money or aren’t famous, and that’s not right." Patti Smith

In diesem Sinne ein warmherziges Wochenende und die obligatorische Liste.

Montag, 2. Mai 2016

Begegnungen: Der alte Mann und das Mädchen

"Was macht der Mann, Mama?"
"Er sucht seine Zeichensachen zusammen?"
"Malt er hier?"
"Ja."
"Warum"
"Weil er Künstler ist."
"Arbeitet er immer hier?"
"Oft."

Sie beobachtet ihn. Schaut zu, wie er Ding für Ding aus seinem Stoffbeutel nimmt, wie er nach und nach ein winziges Tischatelier schafft. Drei Bleistifte, Tinten, Tusche und winzige Kladden. Eine Pappe, nicht größer als ein Bierdeckel, dient als Klemmbrett. 

Die Bedienung bringt Kaffee. 

Er kramt in seinem Stoffbeutel, legt ein Papier zum Rest. Notizzettelgroß. Nimmt einen Schluck Kaffee. Klemmt das Papier auf die Pappe, zieht einen ersten Strich. "Mama, darf ich zusehen, wie er malt?" "Bestimmt." "Fragst du ihn? Bitte, Bitte!"

"Entschuldigen Sie, meine Tochter ..." 
"Oh, is it your daughter? She's a princess! Do you agree, that I draw her?"

Ich blicke zu Ma. 
Sie nickt.
Er setzt den Bleistift an. 
Wir bestellen entgegen unserem Plan eine zweite Runde.

Später wird er uns das winzige Portrait schenken: "It's difficult to capture her. She grows up in every second."


Edwin Dickman lebt seit 58 Jahren in Berlin. Immer wenn ich im P103 bin, ist er da und zeichnet. Die Zeichnung hat einen Ehrenplatz in Ma.'s Zimmer bekommen. 

PS: "If interested here is a link on a doc called Judgment On Paris staring Ed Dickman. It is about an artists relation with Germany and his loves." Diese Nachricht erhielt ich vorgestern – zu meiner Überraschung und Freude – von Robert Whitfield King.

Freitag, 29. April 2016

KW 16 #unerhörterkinderkram

"Sie sind zu früh wieder arbeiten gegangen." Wie ein Monolith stand der Satz im Raum. Ungläubig starrte ich ihn an, unfähig, seinen tieferen Sinn zu erfassen. Als ich es mir endlich gelang, setzte ein kleines Beben ein. Wäre es irgendwer gewesen, die diesen Satz gesagt hätte, er wäre an mir abgeprallt – ich war mir doch so sicher, dass ich (k)eine gute Mutter bin. Aber es war nicht irgendwer, sondern eine Frau, auf deren Meinung ich was gebe und die lautete in diesem Fall: Die frühe Krippenbetreuung ist für Kleinkinder Stress und birgt Risiken für ihre Entwicklung.

Nachdem ich die ersten Abwehrreflexe überwunden hatte und mich erst zag-, dann ernsthaft auf diese These einlassen konnte, muss ich sagen: Ja, das macht durchaus Sinn. Nur: Was jetzt?

Für viele Eltern ist es kaum möglich, für Alleinerziehende überhaupt nicht, dass eine/r von beiden oder beide im Wechsel zwei oder drei Jahre beim Kind zuhause bleibt, was aus entwicklungspsychologischer Sicht das Beste wäre. Auch will oder vermag es nicht jede/r.

Als progressiv denkender Mensch halte ich "Rückwärtsrollen" für Unsinn. "Kopfstände" bringen uns weiter. Wenn wir den bisher unerhörten Kindern eine Stimme im öffentlichen Betreuungsdiskurs geben,  könnte das – richtig angepackt – einen ordentlichen Innovationsschub geben und ganz neue Betreuungsmodelle hervorbringen. Also wer hat Lust, mit den Kindern durch die Decke zu denken?

Ich bin gespannt und wünsche allen – mit der obligatorischen Liste – ein wunderbares Wochenende!