Freitag, 21. November 2014

KW 47: #wundervoll #strahlendleuchtend #grauer #schmutzigfeuchter #Novembertag in #Berlin



An einem wundervoll 
strahlendleuchtendgrauen, 
schmutzigfeuchten
Novembertag in Berlin...

Wie immer am Freitag: Ein Blick zurück und gute Wünsche fürs Wochenende.

GESEHEN: Überall ist es besser, wo wir nicht sind
GEHÖRT: Antony and the Johnsons
GELESEN: Rico, Oskar und die Tieferschatten
GEFREUT: auf ein Wochenende auf dem Land mit vielen tollen Frauen
GEÄRGERT: dass ich gleich einen der neuen Handschuhe verloren hab 
GELACHT:  dass ich Ma gemahne, auf ihre Handschuhe achtzugeben und meine sogleich verliere
GEMACHT: zwei Stunden am Stau teilgenommen [GRRR!]
GEPLANT: Adventskalender machen
GESUCHT: Vorbilder und Modelle für ein kollektives Hausprojekt [Kennt ihr welche?]
GEWÜNSCHT: nur mal ganz kurz Stillstand
GEKLICKT: Hauptstadtmutti

Mittwoch, 19. November 2014

In Bowies Radspuren V: Foto-Wegert. Oder ein Haus für den Wandel

Foto (c) David Bank via Flickr
Im Mittelpunkt des heutigen Tourenabschnitts steht nur ein Haus, das aber pars pro toto für die ganze Entwicklung der Potsdamer Straße seit den 1960er Jahren steht: das Wegert-Haus. Ich mag es sehr, dieses verschachtelte hellblaue Exemplar der späten Aufbruchsarchitektur. Es steht in der Potsdamer Straße 124-126/Ecke Kurfürstenstraße, mitten im heutigen Zentrum der Prostitution und bietet im heruntergekommenen Ambiente Diverses für 'Liebe, Sex und Träume'.

Als Bowie auf seinem Raleigh an dem Gebäude vorbei radelt, sitzt hier noch stolz die 1930 gegründete Firma Wegert. Das Berliner Traditionsunternehmen hat sich in den Nachkriegsjahren zum Marktführer für Elektronik- und Fotografie-Bedarf gemausert: 1968 besitzt es 20 Filialen in der halben Stadt. Das zur selben Zeit erbaute Firmengebäude soll die regionale Vormachtstellung und den Wachstumswillen des Unternehmens widerspiegeln. Das tut es damals auch. Zwischen großen Baulücken verfallenden Altbauten strahlt es Modernität und aufwärtsstrebende Größe aus. Heute hingegen, wo die Baulücken geschlossen und die Altbauten schäbigen Wohnanlagen, hässlichen Parkplätzen, Billig- und Gemüseläden gewichen sind, erzählt das Haus vom Abstieg einer Geschäftsstraße und die Umwälzungen einer ganzen Branche. 

Dienstag, 18. November 2014

M i MA zügelt: Impressionen von der Baustelle

So nach und nach wird´s: das Haus mit unserer Wohnung. Kürzlich waren wir dort. Bei strahlend blauem Himmel. Anbei ein paar Impressionen von der Baustelle, die so ihre ganz eigene 'Schönheit' hat. Langsam kommt Vorfreude auf.

Freitag, 14. November 2014

KW 46: von #Häusern und #Träumen

Am Stettiner Haff
Ein flüchtiger Blick zurück auf eine vergangene Woche:
Alles Gute fürs Wochenende!

Mittwoch, 12. November 2014

In Bowies Radspuren IV: Berlin besetzt

Noch bis vor gut einem Jahr war die Gegend um den 'Sozialpalast' wenig beliebt. Heute wird ihr großes Potenzial unterstellt.
Geschichten haben einen Ort. Aber ein Ort hat viele Geschichten – oder kann viele Geschichten haben. So verhält es sich mit der Potsdamer Straße. Hier überlagern, durchkreuzen und stapeln sich Geschichten quer und längs der Zeitachse. Die Geschichte der Instandbesetzung führt noch einmal über die 'verrufensten 300 Meter der Potsdamer Straße' bis kurz vor die Kurfürstenstraße, wo der Straßenstrich heute ist.* Weder Bowie noch ich haben die Besetzer-Zeit miterlebt. Ich habe mir davon erzählen lassen. Ob der Popstar in Rekonvaleszenz sich für die angespannte Wohnsituation in der halben Stadt interessierte? Er hatte anders als viele andere keine Mühe, eine großzügige Unterkunft zu finden. Seine 7-Zimmer-Wohnung in der Hauptstraße 155 hatte seine Assistentin Coco Schwab für ihn aufgetan. Doch dass sein Weg zu den Hansa-Studios nicht nur von 'Nüttchen' und 'Nutten', sondern auch von unzähligen einstürzenden Altbauten gesäumt wurde, hat er vermutlich wahrgenommen. Denn Bowie liebte – schenkt man Tobias Rüther Glauben – den morbiden Charme der Stadt.
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Vom Reiz des Verfallendem hat die Potsdamer Straße zu seiner Zeit mehr als genug. 21 Häuser stehen allein hier zum Abriss frei. Der Senat ist im Neubauwahn. Seit dem Ende der 1960er Jahre lässt er ganze Stadtviertel abreißen: Berlin soll sauber, ordentlich und autogerecht werden. Die Immobilienspekulation treibt wildeste Blüten, kriminelle Entmietungsmethoden gehören zur Tagesordnung und der Wohnungsmangel wächst sich zur Not heraus. Doch zu Bowies Zeiten regt sich noch wenig Widerstand. Erst einige Jahre später besetzen überwiegend junge Leute – Studierende, junge Familien, Künstler/innen, Aussteiger/innen, Punks – die leerstehenden Häuser der Stadt. Schöneberg und Kreuzberg sind die Zentren von Berlins erster Besetzergeschichte. Insgesamt 54 Häuser werden in den Jahren 1980/81 zwischen Schöneberger Insel und Landwehrkanal besetzt; in der Potsdamer Straße befinden sich vier. Bis heute werden drei davon als Kollektivprojekte fortgeführt.
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Dienstag, 11. November 2014

Das Haus am Haff. Oder: Menschen mit Tatkraft und Wagemut gesucht!


Wie es zu meiner Reise ans Stettiner Haff kam, wäre für sich genommen schon eine Geschichte wert, – und wer weiß, vielleicht schreibe ich sie irgendwann einmal auf. Doch heute soll es um das Haus am Haff gehen, diesem verwunschenen schönen Haus mitten im Moor, nur wenige hundert Meter von der Lagune entfernt. Bei klarer Sicht kann man bis zur Insel Usedom schauen. Dort wartet es auf neues Leben. Und eben darum war ich dort. Ich wollte und sollte mir einen eigenen Eindruck machen von dem Ort, dem man angeblich sofort verfällt, der einen nicht mehr loslässt und sich ganz tief ins Gedächtnis gräbt. So still und schön und einsam.

Die Prophezeiung hat sich bewahrheitet. Das Haus am Haff geht mir nicht mehr aus dem Sinn. Also will ich es versuchen, und Leute finden, die wagemutig und tatkräftig genug sind, einem alten Haus neues Leben einzuhauchen. Die Idee: eine Art 'Artist Co-Working-Space' in der ländlichen Abgeschiedenheit.* Wer hilft uns, sie zum Fliegen zu bringen? Wir** suchen Menschen, die mitmachen und sich einbringen wollen – mit Ideen oder Kontakten, Zeit oder Geschick, handwerklichem Können oder körperlichem Einsatz, Geld oder Zeit und mit Verbindlichkeit. Habt ihr eine Idee? Oder selbst Interesse? Und kennt ihr Projekte, von denen wir lernen können? Dann meldet euch bitte!

*Ein erstes Nutzungskonzept liegt vor; die formale Ausgestaltung des Community-Ansatzes (Genossenschaftsmodell,  Vereinsstruktur o.a.) steht noch nicht fest. 
**Wir das sind bisher: der Eigentümer, eine Schauspielerin und ich.
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Montag, 10. November 2014

Ein Blick hinter Reisefreunde



Kennengelernt habe ich sie auf der ersten BLOGST Konferenz im Jahr 2012. Sie sprach über 'Blogs & PR' und zog mich mit ihrer so amüsant kurzweiligen wie professionellen Art sofort in ihren Bann. 'Wir sind Publisher! Unsere Arbeit ist wertvoll, zeigen wir es gemeinsam!' Nur einer der Sätze, die saßen. Die Rede ist von Anglika Schwaff, der Frau hinter dem Blog Reisefreunde. Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin arbeitete als Rundfunkredakteurin und Moderatorin, freie Journalistin und Dokumentarfilmerin, bevor sie fünf Jahre die Pressearbeit für Air Berlin und später die Internationale Kommunikation bei Germanwings verantwortete. Seit 2010 ist sie als selbstständige Publisherin für Kunden aus der Tourismusbranche tätig und berät Unternehmen in Sachen Blogger Relations. In unserem Montagsinterview erzählt sie aus ihrem Leben 'on the road', von der Lust und Last des Reisens sowie der immer wieder großen Frage, wie man vom Bloggen leben kann.

Vielen Dank, Angelika, für das spannende Gespräch, mit dem ich euch allen einen guten Start in die Woche wünsche.
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Freitag, 7. November 2014

KW 45 #NachderStille

Die Woche im Rückblick mit guten Wünschen fürs Wochenende.
  • GESEHEN: Her [hat mir gefallen]
  • GEHÖRT: To Build a Home [Cinematric Orchestra]
  • GEGESSEN: im Kaffeekirsche
  • GETRUNKEN: Ingwertee im P103
  • GEFREUT: über die letzten warmen Tage
  • GEMACHT: Spazieren gegangen [viel] 
  • GEPLANT: mich nicht verrückt machen zu lassen
  • GESUCHT: eine Lösung für das Schimmelproblem in Mi´s Wohnung 
  • GEKLICKT: schischiundheititei [ich mag ihre Fotos so sehr!]

Donnerstag, 6. November 2014

Tage am See [Ein Reisebericht in Bildern]

Ein paar Tage war ich fort. In 'meinem' Haus am See – mein Haus, weil wohl nur ich es so nenne. Stundenlange Spaziergänge am Wasser. Und ganz weit sehen. Keine Brandmauern, gegen die der Blick schlägt, sondern Weite wohin das Auge reicht.
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PS: Ein großes Danke an die Autovermietung Avis, die mir die Seetage ermöglicht hat.
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Mittwoch, 5. November 2014

In Bowies Radspuren Teil III: Die verrufensten 300 Meter

Auf den verrufensten 300 Metern der Potsdamer Straße: Die Pension Excelsior und die Bar Romantica stehen längst nicht mehr. | Foto (c) André Kircher | 1985
Zuletzt ging es – mit fast 40 Jahren Distanz – in Bowies Raleigh-Spuren am gerade erbauten Sozialpalast vorbei, über die Kreuzung Potsdamer-/Pallas- bzw. Goebenstraße. Dort setzen wir – mit etwas Verspätung  – die Fahrt nun fort. Das heutige Wegstück ist kurz; bis zur Bülowstraße sind es nur rund 300 Meter. Zu Bowies Zeiten sind es ‚die verrufensten 300 Meter der Potsdamer Straße'. 'Selbst langjährigen Bewohnern fällt der Dreck noch auf'.* Heute ist es unauffällig.

Gleich hinter der Kreuzung, gegenüber dem Sozialpalast befindet sich – in direkter Nachbarschaft zum Ex´n Popdem Nachfolger der einstigen Besetzerkneipe K.O.B. – die Apotheke am Sportpalast. Sie ist schon zu Bowies Zeiten hier, wobei das Haus damals in denkbar schlechtem Zustand ist. Es steht zum Abriss frei. Dass es noch da ist, ist der 'schrägen Truppe' (André Kirchner) zu verdanken, die es – wie eine seltsam bieder anmutende Inschrift über dem Hauseingang erinnert – am 25. März 1981 besetzte. Zwischen all den Imbissen, Ein-Euro-Läden, Billigfriseuren, Reise- und Wettbüros wirkt es heute wie eine Reminiszenz an vergangene Zeiten – Zeiten, in denen es hier noch wild und gefährlich war.
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