Dienstag, 18. Juni 2013

Holunder | Flieder | Holler


Am Freitag, auf der abendlichen Tour de Kiez, habe ich es endlich geschafft: Ich habe die Holundersträucher im nahe gelegenen Park geplündert. Das wollte ich schon längst tun. Aber entweder fehlte mir die Zeit oder aber ein 'Transportmittel'. 25 Dolden nahm ich, gewickelt in mein Halstuch, mit nach Hause. WAS FÜR EIN DUFT! Zum Hineinkriechen-wollen, wie Ma zu sagen pflegt. So frisch fruchtig und heiter. Wie ein früher Sommermorgen. Und weil wir nicht hineinkriechen können, haben wir ihn mit Apfelsaft und Zucker eingefangen und genießen ihn nun allmorgendlich auf frischem Brot.
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On Friday evening on our 'Tour de neighborhood' I've finally made it: I have raided elderberry bushes in the nearby park and took 25 cones at home. WHAT A FRAGRANCE! So fresh fruity and cheerful. As an early summer morning. We have captured it with apple juice and sugar and now we enjoy it on fresh bread every morning.

HOLUNDERBLÜTENGELEE
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Zutaten

25 Holunderblütendolden
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1 Liter Apfelsaft
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1 kg Gelierzucker 1:1

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Zubereitung

Holunderblüten vorsichtig waschen oder ausschütteln
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24 Stunden in Apfelsaft abgedeckt ziehen lassen
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aromatisierten Apfelsaft abgießen und 750 ml abmessen
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Gelierzucker beigeben und aufkochen lassen
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bei bestandener Gelierprobe, Topf vom Herd nehmen
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Gelee in vorbereitete (heiß ausgespülte) Gläser füllen, fest zuschrauben und 
ca. 10 Minuten auf den Kopf stellen
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Gläser umdrehen und abkühlen lassen
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FERTIG!
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Montag, 17. Juni 2013

Ein Blick hinter ::: konfettiregen

Eine neue Woche beginnt und wieder werfe ich einen neugierigen Blick hinter ein Blog: konfettiregen ... Bunt rieselt farbenfröhlich und papiersanft auf mich herab. Eine wunderbar erträgliche Leichtigkeit des Seins – wie die Luft nach einem kräftigen Sommerregen. Das fällt mir spontan ein, wenn ich Ninas Blog besuche. Nina, auch Nini oder Ninotschka. Frau, Tochter, Tante, Freundin und Studentin, und vor allen eine, die ohne Wenn und Aber sagen kann, dass sie "verdammt glücklich ist". Das spürt man – und alles wird ganz leicht. Ganz leicht – so sollte auch diese erste echte Sommerwoche sein. Was könnte da besser passen als ein konfettiregen?

@Nina: Danke dir für diesen fröhlich-bunten Schauer!
@Euch: Eine Lektüre und Woche wie ein zarter Sommerregen – das wünscht ich euch!

Freitag, 14. Juni 2013

Wochenschnipsel | Snippets of the Week

[1] Am Berliner Hauptbahnhof nach der unfreiwilligen Deutschlandreise [2] Feierabend mit Weinschorle und Edgar Card 
[3 + 4] Details auf der DMY 2013 [5] Artikel in der SZ

Die Woche im Rückblick und gute Wünsche fürs Wochenende. Wie war eure Woche?
Review of the week and good wishes for the weekend. How was your week?
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G E S E HE N : : : überflutete Landschaften
S EE N : : : flooded landspace
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G E H ö RT : : : das Rauschen der Autobahn
HE A R T : : : the noise of the freeway
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G EL E S EN : : : nova
R E A D : : : nova
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G E T AN : : : unterwegs
D O NE : : : on the road
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G E G E S SE N : : : Himbeersorbet
E ATEN : : : raspberry sorbet
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G E T RU N K EN : : : alkoholfreies Weizenbier
D R U N KEN : : : nonalcoholic wheat bear
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G E FR EU T : : : über Mi, der seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat
H A PP Y : : : about Mi, who successfully finished his professional training
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G E Ä R G E RT : : : über eine ungeplante Deutschlandreise
A N GE RED : : : about an unplanned journey through Germany
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G E L A CHT : : : über die blinden Flecke mancher Männer
L AU G HE D : : : about the blind spots of some men
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G E P L A N T : : : jeden Morgen 15 Min. Yoga machen
P L A NN E D : : : doing 15 minutes yoga every morning
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G E K A UF T : : : Socken
B O U GH T : : : socks
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G E K L i CK T : : : Poppytalk (tolle D.I.Y.-Idee)
C L i C KE D : : : Poppytalk (great D.I.Y. idea) 
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Donnerstag, 13. Juni 2013

Schlafmütze | Sleepy Head


Das heutige Thema von Nics beauty is where you find it lautet: Schlafmütze.

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Nichts ist so anrührend wie ein schlafendes Kind.
So friedlich.
So tief.
So verletzlich und
schön.

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Schlaf, mein Kind, schlaf nur ein
bald kommt dein Traum
schlüpft dir zum Ohr hinein,
merkst ihn erst kaum.
Fährst mit dem Traumschiff
ans Ende der Nacht,
bis dir der Morgen die Äuglein aufmacht.

Fredrik Vahle

Foto: Ieva Jansone
Foto: Ieva Jansone


Mittwoch, 12. Juni 2013

DMY 2013 ::: Zwischen Monoqi und Manufactum


Vergangenen Samstag waren wir auf dem Flughafen Tempelhof. Anlass war das DMY International Design Festival, das dort zum 3. Mal mit seiner zentralen Ausstellung vertreten war. Schon 2011 und 2012 waren wir dort und ich war stets begeistert. Dieses Mal hingegen wollte sich die Euphorie nicht recht einstellen. Nicht dass sich die internationale Design-Ausstellung wesentlich verändert hätte. Wie die Vorjahre setzten die Kurator/innen auf zukunftsweisende Trends wie Upcycling, Ressourcenleichtigkeit, neue/nachhaltige Produktions- und Geschäftsmodelle; auch dieses Mal dominierte der Charakter des Improvisierten, Experimentellen und Avantgardistischen – dem konnten auch die zentral platzierten Hochglanzmodelle von Mercedes, BMW und Audi nichts anhaben. Und trotzdem oder gerade deshalb blieb die Begeisterung aus. Irgendwie, so schien mir, hatte ich alles schon irgendwo einmal gesehen. Wirklich Neues im Vergleich zu den Vorjahren konnte ich nicht kaum entdecken. Daran änderte auch der grundsätzlich spannende Länderfokus Polen wenig. 

Funktion und Formensprache, Materialien und Konzepte der jungen Designer/innen zahlten wie schon die Jahre zuvor auf das Konto 'Nachhaltigkeit', 'Mobilität' und 'Urbanität' ein. Leichte Natur- und Recyclingmaterialien, modulare und flexibel anpassbare Systeme mit einem Hauch von D.I.Y., bunte Farben einerseits und Naturtöne andererseits dominierten das Gelände, durch das überwiegend jüngere Menschen im berlintypischen Hipster- und Blogger-Style mäanderten. Ästhetisch bewegte sich die DMY 2013 zwischen Monoqi und Manufactum. Die wandelbare Leuchte Eikon etwa oder die hölzernen großen Sonnenbrillen von Palo hatte ich gerade kürzlich auf dieser oder einer der anderen kuratierten Verkaufsplattformen gesehen. Andere Stücke wie die origami-inspirierten Diago-Stühle oder Lisa Kellers Waschtisch kannte ich bereits von einschlägigen Interior-Blogs. 




Genau darin lag vielleicht die Schwäche der diesjährigen DMY Ausstellung: Sie richtet sich an die junge Stil- und Designavantgarde und hinkt ihr gleichsam hinterher. Denn die ist der analogen Welt mit ihren Blogs, E-Magazinen und Online-Plattformen immer einen Schritt voraus, und die Ausstellungsmacher/innen haben es dieses Mal versäumt, die Vorteile des Offline-Daseins zu nutzen: So gab es keinen Ausstellungskatalog, sondern nur eine haptisch und optisch wenig attraktive Aussteller-Zeitung. Raum für spannende Diskussionen – wie es das Symposium auf der letzten DMY bot – fehlte. Auch das Workshopangebot war deutlich abgespeckter und exklusiver. So fand das 2012 noch als integraler Festivalbestandteil kommunizierte MakerLab – ein 300 qm großer Workshop-Bereich zur spielerischen Erforschung und Gestaltung neuester Materialen und Technologien – nicht mehr statt. Mitmach-Workshops wurden nur in kleinem Maßstab von einzelnen Ausstellern angeboten. Sicherlich gab es für diese Abstriche gute Gründe, aber mir scheinen die Prioritäten nicht ganz glücklich gesetzt. Doch genug der Kritik. Die diesjährige Ausstellung hielt auch einige Schätze und schöne Überraschungen bereit. 

Überraschend schön waren zum Beispiel viele Küchen- und Tischwaren – wie überhaupt die  starke Fokussierung auf das Zubereiten und Einnehmen von Speisen. Die Akademie of Fine Arts Gdańsk beispielsweise lud zu Tisch und präsentierte in der Installation Around the Table Gebrauchsgegenstände rund ums Essen. Ins Auge fielen mir hier etwa die so witzig wie innovativen Backformen aus Teflon-Wachstuch von Gosia Kapuścińska (Foto oben rechts). Auch die Universität Lund deckte eine Tafel. Sie drehte sich um die Frage des Verzichts und antwortete mit japanisch-schlichten Küchenutensilien aus Holz (Foto unten rechts). Schlichte Schönheiten mit fernöstlichem Bezug präsentierte auch Nikita Bhate: Sein Teeservice Chai wurde  inspiriert von der indischen Straßen-Teekultur (Foto links). Unter den Möbeln zählten besonders Stephanie Hornigs Coach aus der Kollektion Camp ein Schlafsack auf Beinen,  Lisa Kellers so genialer wie schöner Waschtisch Plat´eau und Hanna Emelie Ernstings witzig-minimalistische Pet Stools (siehe unten) zu meinen Favoriten.

War jemand von euch auch auf der DMY? Was waren eure Lieblingsstücke? Und wie hat es euch gefallen?

Für all diejenigen von euch, die die DMY nicht besuchen konnten: die Süddeutsche Zeitung hat einen schönen Rundgang durch die Ausstellung gemacht und die Design-Plattform kizuco eine umfassende Rückschau.


°°°Über DMY Berlin
Es begann 2003 mit einer Idee und 20 Freund/innen: Im Rahmen des damaligen Designmai – einer großen Leistungsschau von Berliner Designer/innen – organisierte der heutige DMY-Chef Jörg Suermann ein kleines Festival, um jungen, unbekannten Designer/innen aus Berlin ein Forum zu bieten: das Designmai Youngsters, daher das Kürzel DMY. 'Ich habe damals einfach 20 Freunde eingeladen und sie gebeten, einen Eimer Farbe mitzubringen', erzählt der Designer und Videokünstler mit dem Pseudonym Supermann, 'dann haben wir auf kleiner Fläche unsere Sachen gezeigt und abends Partys gefeiert.' 

Heute ist DMY Berlin das größte Festival für zeitgenössisches Produktdesign in Deutschland und steht für 'Daily, Monthly, Yearly'. Denn DMY Berlin zeigt nicht nur im Rahmen des Berliner Festivals junges Design aus aller Welt, sondern präsentiert das ganze Jahr über in aller Welt junge Designer/innen aus aller Deutschland: auf der Mailänder Möbelmesse zum Beispiel, in Asien und Lateinamerika. Einmal im Jahr bringt DMY dann die ganze Welt des Designs in Berlin zusammen. Neben jungen und unbekannten Designer/innen finden sich dort mittlerweile auch etablierte Namen und große (Auto-)Marken wie Mercedes, BMW und Audi. Seit letztem Jahr wird dort außerdem der 'Designpreis der Bundesrepublik Deutschland' des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vergeben. Doch dem Charakter des Improvisierten und Avantgardistischen hat das 'Establishment' wenig an. Dafür sorgt nicht zuletzt das Flair des ehemaligen Flughafenhangars. 

Dienstag, 11. Juni 2013

D.I.Y. ::: Der Häkelarmreif

Als ich am vergangenen Donnerstag nach einem langen Arbeitstag nach Hause kam, war  mein Bedürfnis nach  'Handarbeit' groß – nach all der Kopfarbeit. Ich hatte auch eine Idee: Ich suchte den feinen Golddraht aus den Tiefen der Schublade, kramte die Häkelnadeln hervor und legte los. Erst eine Runde, dann eine zweite, eine dritte... und so fort. Anfangs etwas ungelenk, doch mit jeder Reihe ging es leichter und schon bald konnte ich den Draht so flink  durch  die Maschen ziehen als sei es  feines Garn.  Das Ergebnis gefällt mir: ein zarter, schlichter Reif –  ein Schmuckstück ganz schnell und einfach gemacht.

°°°Zutaten°
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Golddraht (Ø 3mm)
Häkelnadel Stärke 3,0
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°°°Zubereitung°
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Handumfang auf Daumenhöhe messen
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entsprechend großen Kreis häkeln
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weitere Reihen häkeln 
(je nachdem wie breit der Reif gewünscht wird)
zum Schluss: Draht verknoten
&
Drahtenden sauber umbiegen
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Fertig
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When I arrived after a long day at home last Thursday, I was longing for to do something with my hands, and I spontaneously had an idea. I sought the fine gold wire from the depths of the drawer, pulled out the crochet hooks and began to crochet. The first course was somewhat awkward, but with each row it was easier and soon I was able to pull the wire through the mesh as nimble as it was fine yarn. I like the result: a delicate, simple bracelet made really ​​quickly and easily.


Montag, 10. Juni 2013

EiN BLiCK HiNTER ::: where you are living

Eine neue Woche beginnt. Für mich hält sie einige Kurzreisen bereit. Alles bekannt, alles vertraut. Ganz anders der heutige Blick hinter ein Blog. Er führt uns in fremde Gefilde: nach Afrika, genauer gesagt nach Uganda. Dort nämlich lebt Anna mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Kindern. Auf der Suche nach Veränderung hat es das damals noch kinderlose Paar dorthin 'verschlagen'. Eigentlich wollten sie 2 Jahren bleiben, doch es wurden vier. Auf ihrem Blog 'where are you living' lässt Anna uns teilhaben an ihrem Leben in Afrika. Heute erzählt sie uns, wie sie von der Tischlerei über die Unternehmensberatung in Afrika landete, was das Leben in Uganda aus- und anders macht und was die nahende Rückkehr nach Deutschland für sie bedeutet. 

Liebe Anna, hab´ 1.000 Dank für diesen spannenden und schönen Blick hinter dein BlogIch wünsche dir die Zusage für zwei passgenaue Kita-Plätze und noch wundervolle Monate in Uganda. Und euch  wünsche ich eine spannende Lektüre und einen guten Start in die neue Woche!