Montag, 20. Oktober 2014

Für Stille bitte Knopf drücken







... den musst ich grad mal drücken. Es wird also für ´n Weilchen still hier. Gute Zeit!

Freitag, 17. Oktober 2014

KW 42 #AbendmitGoldrand



Die Woche im Rückblick:

Donnerstag, 16. Oktober 2014

#mimasheimaturlaub: Als Touristin in der 'Heimat'. Teil I Celle

Zitat Arno Schmidt | gelesen in der Ausstellung 'Arno Schmidt 100' | Bomann-Museum Celle | September 2014

Fünf Tage war ich – ich erwähnte es bereits – zu Besuch in der Landschaft meiner Kindheit und Stadt meiner Jugend. Das ist für sich genommen nicht so wahnsinnig ungewöhnlich, zumal wenn man dort Familie hat. Doch dieses Mal war ich nicht als Familienbesucherin, sondern als Touristin dort. Die Idee dazu entstand im Sommer. Ich war zu einer Feier eingeladen und konnte aufgrund eines unglücklichen Umstands nicht familiär unterkommen, musste also eine fremde Unterkunft nehmen. Dabei machte ich eine interessante Erfahrung: Jenseits der vertrauten vier Wände nahm ich plötzlich alles ganz anders wahr. Da konnte ich in der mir immer zu engen Kleinstadt plötzlich eine Weite erkennen und in der mich sonst erdrückenden Landschaft etwas Anregendes. Da ahnte ich plötzlich, warum man es hier aushalten, vielleicht sogar ein Zuhause finden kann. Dieser Erfahrung wollte ich weiter nachgehen. Umso mehr freute ich mich über die Einladung der Celle Tourismus und Marketing, zwei mal zwei Tage mit fremden Blick durch vertraute Gefilde zu flanieren.


Heute geht es um die erste Etappe meines 'Heimaturlaubs': Celle. Die Residenzstadt an der Aller wird gemeinhin mit ihren Fachwerkhäusern und dem Barockschloss in Verbindung gebracht, mit Caroline Mathilde und höfischen Intrigen. Bei meinem kurzem Aufenthalt habe ich sie (auch) von einer ganz anderen Seite kennengelernt: Etwas versteckt ein Stückchen außerhalb des Innenstadtrings bzw. hinter den mittelalterlich-barocken Fassaden, zeigt sich Celle ist als wahres Kleinod moderner Architektur und zeitgenössischer Kunst. Dahinter stehen vor allem zwei Herren: der Architekt Otto Häsler (*1880 | †1962) und der Kunstsammler Robert Simon (*1946).
.
Siedlung 'Italienischer Garten' von Otto Häsler

Dienstag, 14. Oktober 2014

M i MA zügelt: Eine Wohnung, die ich mag

Es gibt wenig Wohnungen, die ich so mag wie diese. Zwei Zimmer unterm Dach. Nicht einmal 40qm, doch gefühlte 100. Es ist eine der Künste, die sie beherrscht: die Enge ins Unendliche ausweiten und dem Kleinen Größe verleihen. Hier leben Ieva Jansone (Fotografin) und ihre Tochter. Natürlich in Schöneberg ;)
.

Montag, 13. Oktober 2014

Ein Blog hinter ein Blog aus einer anderen Welt

Diese Woche beginnt mit einer kleinen Überraschung. Denn heute werfe ich einen Blick hinter ein Blog aus einer Welt, mit der die 'Lifestyle'-Blogosphäre wenig oder eher gar keine Berührungspunkte hat: die Auto-Blogosphäre. Kennen gelernt habe ich Jens Stratmann Anfang Juni diesen Jahres auf dem '1. journalist Blog-Camp' in Hannover – und fand seine Erzählungen aus dieser (mir) 'fremden Galaxie' spannend. In unserem Montagsinterview erzählt er, wie zum Berufsblogger wurde, über gute und schlechte Blog-Erfahrungen, die Zukunft des Bloggens und wie seine Antwort auf das visuelle Bedürfnis seiner Leser lautet. Vielen Dank, lieber Jens, für die Einblicke in diese mir bislang fremde Welt und @all: Einen guten Start in die neue Woche.


Freitag, 10. Oktober 2014

KW 41 #licht

Treppenhaus in der Potsdamer Straße 103 | Berlin-Schöneberg
Auch heute nur flüchtiger Blick zurück auf eine ereignisreiche Woche:
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 8. Oktober 2014

In Bowies Radspuren Teil II: Vom Vergnügungstempel zur Wohnmaschine

Letzte Woche ist die neue Serie 'Wenig Strecke mit viel Geschichte. Oder mit dem Rad in Bowies Spuren' gestartet. Eigentlich sollte es nur eine kleine Tourenbeschreibung werden, doch die Sache uferte aus. Statt zu kürzen, beschlossen Christiane (bikelovin) und ich, eine Reihe daraus zu machen. Jeden Mittwoch stellen wir also einen Streckenabschnitt dieser kurzen, aber intensiven Radstrecke vor, bis wir gegen Jahresende am Ziel angekommen sind. Heute geht es um einen Vergnügungstempel der zur Wohnmaschine wurde und um eines der größten Bauverbrechen der Nachkriegszeit.
.

Dienstag, 7. Oktober 2014

M i MA zügelt: Bülow 90. Kapitel 1 – Von schönen Mythen, schnöden Wahrheiten und vergessenen Tatsachen

Foto (c) Nicola Holtkamp
Vorwort
Die Protagonistin des heutigen Beitrags lernte ich vor einigen Monaten kennen. Sie war als Salonniere angefragt und ich sollte mir ein Bild ihrer Gastgeberqualitäten machen. Schon ihre äußere Erscheinung – obgleich heute eher schlicht – zog mich in ihren Bann; doch als sie mich mit dieser Mischung aus Berliner Schnauze und herrschaftlicher Großzügigkeit empfing, war ich verzaubert. Ich wollte mehr wissen über die 'Bülow 90' und begab mich auf die Suche. Was ich fand, war so spannend, dass ich nicht mehr davon lassen konnte. Meine Privatforschungen sind längst nicht am Ende, doch heute wage ich mich mit dem ersten Teil der Kulturgeschichte durch die Fenster der Bülowstraße 90 an die Öffentlichkeit. Hintergrund und Anlass ist die Veranstaltung des Literatur-Salons Potsdamer Straße zur Geschichte des Fischer Verlags, der 39 Jahre in eben diesem Haus residierte.

Wer mehr über den großen Verleger, der am 15. Oktober vor 80 Jahren starb, den Verlag, die Autor/innen und das Verlagshaus erfahren möchte, ist am Donnerstag, den 16. Oktober herzlich in die Kunstsaele Berlin in der Bülowstraße 90 eingeladen. Es lesen und erzählen der ausgebildete Sprecher und passionierte Weinhändler Roland Kretschmer, die Schauspielerin Christiane Carstens, die beiden Autor/innen Sibylle Nägele und Joy Markert sowie meine Wenigkeit. Beginn ist 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

- - -
Von schönen Mythen, schnöden Wahrheiten und vergessenen Tatsachen
Die Geschichte der Bülowstraße 90 verliert sich irgendwo zwischen Potsdamer und Zietenstraße. Bis hierhin kommen die zwei großen Terraingesellschaften, die das Gebiet zwischen Stadt Berlin und Dorfgemeinde Schöneberg seit 1872 Jahren in Anlehnung an die Pläne des preußischen Stadtplaners James Hobrecht bebauen: Der Berliner Bank-Verein rückt von Osten, die Berliner Bau-Vereins-Bank AG von Westen vor.* In kürzester Zeit verwandeln sie das ehemalige Acker- und Gartenland in eine Stadtlandschaft mit Mietskasernen und Bürgerhäusern – die Mietskasernen hatte Herr Hobrecht so nicht vorgesehen ebenso wenig wie den Bogen in der Bülowstraße. In seiner Vorstellung sollte sie schnurgerade in die Gneisenaustraße münden. Doch das hätte die Untertunnelung der Gleisanlagen bedeutet, was die Bahngesellschaften nicht bereit zu zahlen sind. Nach jahrzehntelangem Ringen einigt man sich schließlich auf die Umfahrung des Bahngeländes, was den Bau von 45 (!) Brücken mit sich bringt – schwer vorstellbar, dass dies die günstigere Lösung war. Sei´s drum. Zusammen mit der dichten Blockbebauung macht der 'Bülowbogen' dem Hobrecht-Plan vom 'schöner Wohnen in Schöneberg' einen dicken Strich durch die Rechnung. Doch dazu mehr im nächsten Kapitel.

Die rege Bautätigkeit zwischen den Gleisanlagen und dem Nollendorfplatz gerät bereits ein Jahr später ins Stocken. 1873 platzt die Immobilienblase; die zwei Terraingesellschaften geraten in den Strudel der Gründerkrise und werden 1876 schließlich beide liquidiert. Wer die verbliebene Lücke zwischen Potsdamer und Zietenstraße schließt, ist nicht überliefert. Das bietet Raum für Mythen- und Legendenbildung. Und derer gibt es viele. Sie ranken sich um 'große Männer', preußische Generäle und zu Geld gekommene Bierbrauer. Den genialen Verleger Samuel Fischer, der mit seinem Verlag dazu beitrug, dass die Bülowstraße 90 tatsächlich einmal 'eine weltbekannte Adresse' war  [Peter de Mendelssohn], hat man derweil vergessen. Dimension und Interieur der Wohnungen verleiten jedoch auch zu herrschaftlicher Verklärung: 1000qm große 24-Zimmer-Wohnungen mit blattgoldveredeltem Stuck, malereiverzierten Deckenfresken und holzvertäfelten Wänden assoziiert man nicht unbedingt mit dem Verlagsgewerbe.

*Dem Berliner Bank-Verein gehört das Areal westlich der Bahngleise zwischen Dennewitzplatz, Kurfürsten-, Großgörschen- und Potsdamer Straße. In den Händen der Berliner Bau-Vereins-Bank AG liegt das Gebiet östlich des Nollendorfplatzes zwischen Mackensen- (heute Motz-), Kurfürsten-, Froben-, Winterfeldt- und Maaßenstraße. Bebaut hat Berliner Bau-Vereins-Bank AG bis zum Gründerkrach jedoch nur das Quartier Mackensen-/Motz-, Zieten-, Winterfeldt- und Maaßenstraße. Quelle: Helmut Winz, Es war in Schöneberg. Aus 700 Jahren Schöneberger Geschichte. Berlin 1964, S. 84
.

Montag, 6. Oktober 2014

Do it yourself. Oder das utopische Potenzial des Selbermachens. Ein Interview mit Daniel Kulle

Bilder von DIY – Die Mitmachrevolution (Ausstellung)
Heute gibt es keinen klassischen Blick hinter ein Blog, obwohl Daniel Kulle einen hat. Doch im Mittelpunkt steht heute das Thema DIY, mit dem mich seit langen beschäftige – praktisch wie theoretisch. Aktuell allerdings mehr theoretisch. Nächstes Jahr nämlich werde ich an der Tagung 'Do it! Yourself? Fragen zu (Forschungs-)Praktiken des Selbermachens' am Institut für Europäische Ethnologie der Uni Wien teilnehmen. Im Zuge meiner Vorbereitungen habe ich den Filmemacher, Filmwissenschaftler und Biologen Daniel Kulle kennengelernt, seines Zeichens auch Do-it-yourself-Experte. Mit ihm spreche ich heute über die Kultur des Selbermachens – angefangen von ihre kulturgeschichtlichen Ursprüngen über die Rolle der Digitalisierung bis hin zu DIY als Utopie-Entwurf. Vielen Dank, Daniel, für das Interview und den so anregenden wie informativen Start in die neue Woche. 

DIY - was ist das eigentlich?D
Do-it-yourself ist zunächst einmal alles, was man selber macht. Statt mir eine Dienstleistung oder ein Produkt zu kaufen, baue ich mir Möbel selbst, nähe mir ein Kleid oder renoviere die eigene Wohnung. Darüber hinaus verstehe ich unter DIY aber auch all das, all diese Formen von kreativer oder künstlerischer Arbeit, die sich den professionellen Mechanismen und Regeln entzieht. Also, all das, was zumindest versucht, kein Teil der Kulturindustrie zu sein, sondern aus einem selbst zu kommen.

Das muss man natürlich erst einmal ökonomisch sehen: DIY befreit mich aus herkömmlichen Warenkreisläufen. Deswegen finden wir das Prinzip ja auch erst mal in Gegenden, in der die Wirtschaftskreisläufe nicht so funktionieren, wie sie sollten, oder in denen bestimmte Gruppen von ihnen ausgeschlossen sind. In Entwicklungsländern beispielsweise baut man mit DIY ganze Schattenwirtschaften auf. Wer noch in der DDR gelebt hat, kennt das auch noch, dass man vieles improvisieren und zusammenschustern musste. Und auch im heutigen Deutschland sind ALG-2-Bezieher, Flüchtlinge oder all die Leute, die vom normalen Wirtschaftskreislauf ausgeschlossen werden, gezwungen, bestimmte Dinge einfach selbst zu machen, statt sie einzukaufen.

Aber man hat von Anfang an aus der Not eine Tugend gemacht. Denn Do-it-yourself bietet eben auch eine Möglichkeit, der Entfremdung, die ja mit unserer Form des Wirtschaftens einhergeht, zumindest für einen kurzen Moment zu entfliehen. Etwas Selbstgemachtes ist eben immer noch etwas Besonderes, etwas Eigenes. Es steckt also immer auch eine gewisse Kapitalismus-Kritik im DIY, ein Emanzipationsversprechen, die Entfremdung der modernen Welt ein Stück weit zurückzunehmen. 

Man darf DIY nun aber nicht mit Kapitalismuskritik gleichsetzen. Die klassischen Wirtschaftskreisläufe haben diese Alternativwirtschaft immer schon schnell erkannt und wiedereinzugliedern versucht. Mit den Baumärkten hat sich ja sogar eine ganze Branche um das Selbermachen herum entwickelt, das die Emanzipationsversprechen, meist deutlich gegendert, in ihre Werbung mit einbaut. DIY befindet sich also immer in einem Spannungsfeld zwischen alternativen Wirtschaftsformen und Wiedereingliederung in Wirtschaftskreisläufe und verschiebt sich dann eben mal mehr in die eine, mal eher in die andere Richtung.
.

Freitag, 3. Oktober 2014

In eigener Sache: M i MA hat jetzt einen eigenen Newsletter

Ab sofort könnt ihr euch mit M i MAs Rundbrief einen Überblick über die letzten Beiträge, aktuelle und anstehende Ereignisse machen. Heute ist der Rundbrief #1 erschienen.

Wenn ihr den Rundbrief regelmäßig erhalten wollt, tragt eure E-Mailadresse in die Box rechts oben ein.