Montag, 27. Juli 2015

Ein Blick hinter fritz & froh


Der Name ist Programm und bringt ihre Formensprache auf den Punkt: fritz & froh. So lautet Elas kleines Grafiklabel. Entdeckt habe ich es auf Instagram und mich sogleich in ihre leichten frisch-fröhlichen Bilder verliebt. Bis Mai führte die Hamburgerin auch ein Wohnblog. Doch am Ende war das nicht ihr Medium. Nun gibt es einen Online-Shop mit einer Milchbar zum Klönen. Ich wollte wissen, wie es dazu kam und wer eigentlich die Frau hinter den frischen Grafiken und der schönen Wohnung ist. Eine leidenschaftliche "Dreiviertel-Italienerin" mit einer Vorliebe fürs Sitzen und experimentelle Tortenbacken. Unter anderem. Was noch? Das verrät sie heute im Montagsinterview.

Vielen Dank, liebe Ela, fürs Mitmachen. Und einen fritz-frohen Start in die letzte Juli- und erste August-Woche.

Freitag, 24. Juli 2015

Vom Erziehungsgeld zum Elterngeld. Oder: Was zwischen Mi und Ma geschah

Foto: Valeria Mitelman
Es ist viel passiert, seitdem mein Sohn 1993 auf die Welt kam – auch in der deutschen Familienpolitik. Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Als Mi auf die Welt kam, bekam ich Erziehungsgeld. Eine staatliche Ausgleichsleistung, die Eltern bis zu drei Jahre erhielten, vorausgesetzt einer von ihnen arbeitete in Teilzeit oder gar nicht. Ich war Mama und Hausfrau in Vollzeit und wurde schrecklich unglücklich. Aber das ist eine andere Geschichte. Als Ma geboren wurde, gab es Elterngeld. Ich blieb das erste halbe Jahr zuhause und arbeitete das nächste in Teilzeit. Die damit verbundenen Gehaltseinbußen glich der Staat anteilig aus. Das war ein Novum. Erstmals stand die Sicherung des Lebensstandards, nicht die Bedürftigkeit der Familien im Mittelpunkt familienpolitischer Fördermaßnahmen. Die Kritik blieb nicht aus.

Die Politik würde Besserverdienende hofieren, kritisierten etwa die Sozialverbände, teilzeitbeschäftigte, selbstständige und alleinerziehende Eltern dagegen würden benachteiligt. Andere stießen sich an den "Vätermonaten" (eigentlich "Partnermonate"). Während die eine Seite sie für kaum ausreichend hielt, um um überkommene Rollenmuster zu verändern, stieß sich die andere an der staatlichen Einmischung in familiäre Angelegenheiten. Die Politik reagierte und besserte nach. Das vorläufige Ergebnis ist das Elterngeld Plus.
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Das neue Elterngeld orientiert sich deutlich stärker an den Bedürfnissen junger Eltern. Denn, so Familienministerin Manuela Schwesig, "jeder zweite Vater sagt, er will mehr Zeit für die Familie haben und nicht nur zum Gutenachtkuss zu Hause sein. Jede zweite Mutter sagt, sie möchte stärker in den Job einsteigen. Mit dem Elterngeld Plus ermöglichen wir genau das: Bislang ist es so, dass Mütter und Väter, die während des Elterngeldbezugs Teilzeit arbeiten möchten, weniger erhalten als diejenigen, die ganz aussteigen. Mit dem neuen Elterngeld Plus gilt jetzt: Wer Teilzeit in der Elternzeit arbeitet, bekommt doppelt so lange Elterngeld. Wer sich gemeinsam um das Kind kümmert, wird länger gefördert." Quelle
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Mittwoch, 22. Juli 2015

Sehnsucht: Handarbeit


Was mich inspiriert: Patchwork-Kissen von Ace&Jig | Betonblumenkasten | Mobile von Katia Soussan




Es ist lange her. Viel zu lange. Ein Zeichen dafür: Ich denke ständig daran. Wieder einmal etwas mit den Händen tun. Etwas bauen, gärtnern oder nähen. Es muss ja nicht gleich ein Großprojekt wie eine Fahrrad-Uhr oder ein Badewannensofa à la bauen.de sein – so gelungen ich sie auch finde. Aber eine der vielen Ideen, die in meinem Kopf herumschwirren: das Patchwork-Kissen aus alten Hemden zum Beispiel oder das Mobile aus Papiermaché, der Blumenkasten aus Beton, das Memory aus Mas Malmappe oder dieses Sommerkleid

An Ideen fehlt es also nicht. Auch nicht an Motivation. Einzig die Zeit, die fehlt mal wieder und mit ihr verbunden die Muße. Aber ich bin fest entschlossen, die zwei siamesischen Zwillinge – Zeit und Muße – zurückzugewinnen und eine Idee nach der anderen in die Tat umzusetzen. Peu á peu. Schritt für Schritt. 

Welche Ideen schlummern in euren Köpfen und warten auf ihre Verwirklichung?

Was mich inspiriert: Kleid von Frau Gold | Memory von Philuko

Samstag, 18. Juli 2015

KW 29 #muße

"Das Glück, das, wenn man Aristoteles folgt, zur Muße gehört, kann nicht bewirkt, erst recht nicht erzwungen werden. Es stellt sich ein, und es kann sich nur einstellen, wenn man die anderen und ebenso die Dinge, mit denen man zu tun hat, sein lässt. ..." aus: Günter Figal | Muße als Forschungsgegenstand

Habt´s gut!

Dienstag, 14. Juli 2015

M i MA zügelt: Bilder machen Räume. Oder die Angst vorm falsch gehängten Bild.

Eiermann--Tisch, Louis Poulsen, stocubo, Eames, Normann Copenhagen, Aarebild
Kleiden machen Leute, heißt es. Bilder machen Räume, finde ich und tue mich mit dem Bebildern nicht minder schwer als mit dem Kleiden (siehe Interview bei Texterella). Die Wände unserer neuen Wohnung blieben darum auch erst einmal nackt. Erst nach und nach – mit wachsendem Raumgefühl – fanden die ersten Bilder zögerlich ihren Platz. Doch abgeschlossen ist der Prozess des Bebilderns noch lange nicht und ich frage mich: Wie gehen die Expert/innen an diese gestalterische Herausforderung ran? Gibt es einen einfachen Weg, wie sich die "Angst vorm falsch gehängten Bild" überwinden lässt?

Ein Dank geht an dieser Stelle an Posters.de, die mich mit Rat, Rahmen und Prints unterstützt haben.

Eiermann--Tisch, Louis Poulsen, stocubo, Eames, Normann Copenhagen, Aarebild, Ieva Jansone, MayDay

Montag, 13. Juli 2015

Ein Blick hinter heimatPOTTential


Sie bezeichnet sich selbst als typisches "Pottkind" und hat sich das zum Glück zum "Endgegner" auserkoren. Sie riskiert lieber den Nasenfall als nichts zu tun und erlaubt neben Schwarz-Weiß ausschließlich Popelgrün und Aubergine in ihrer Wohnung. Wer? Na, Juli! Der Wirbelwind und die Powerfrau hinter heimatPOTTential. Ihren "Blog aus dem Rurhpott" kenne ihn schon so lange – fast von Anbeginn (also 2011). Jetzt ist es endlich soweit: Juli kommt im Montagsinterview.

Wir reden über "Heimat" in der "echten" und in der virtuellen Welt, über die Bedeutung des Wohnens und die Suche nach dem Glück, übers Bloggen, die Blogosphäre und Radreisen im Pott. Aber lest lieber selbst. Manege frei für Juli verbunden mit einem dicken Dankeschön fürs Mitmachen. Ich wünsche allen einen frischen Start in die neue Woche.




Wer steckt hinter heimatPOTTenzial?
Mein Name ist Juli, ich bin ein echtes Pottkind, 37 Jahre alt und wohne in Essen. So. Und jetzt einmal quer durch den Charaktergarten: Ich bin eine Quasseltante mit pottscher Kodderschnauze, die an manchen Tagen bei der Merci-Werbung heult, aber dafür bei keinem einzigen Horrofilm auch nur mit der Wimper zuckt. Ich habe das Glück zu meinem Endgegner auserkoren. Das klingt ein wenig negativ. Fast so, als ob es das Glück zu bekämpfen gälte. Vielmehr ist es aber so, dass ich beschlossen hab, mir das Glück in all seinen Facetten zu erkämpfen, da ich lange Zeit sehr unglücklich mit mir und meinem Leben war. Ich saß Tag für Tag auf dem Sofa und träumte von “DEM schönen Leben”. Es sollte gefälligst einfach vorbeikommen, anklingeln und bleiben. Ist natürlich nicht passiert. Also bin ich rausgegangen, um es zu suchen. Und ich glaube, dass dieser Schritt genau das ist, was mich mittlerweile am meisten ausmacht: die Suche nach und die Freude an den schönen Dingen und Momenten des Lebens, ob groß, ob klein, ob schlicht, ob skurril, ob zart, ob bekloppt. Ich möchte ein schönes Leben leben. Eins, das mich glücklich macht und zu mir passt. Und dafür lege ich mich zwischendurch auch gerne mal ordentlich auf die Nase, denn ich glaube fest an: “Wenn Du nichts riskierst, riskierst Du mehr!”.
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Freitag, 10. Juli 2015

KW 28 #hochsommertage

Es war als würden wir verschmelzen – die Stadt und ich. 39°C im Schatten. Nur gab es den nicht auf meinem Weg. Pralle Sonne, heiße Luft, flimmernde Straßen. Und plötzlich tauchte dieses alte Gefühl von Sommer auf.

Sechs Wochen Ferien: eine Ewigkeit. Eine unendliche Aneinanderreihung von Augenblicken. Jetzt. Immer wieder Jetzt und diese alles ergreifende Hitze. Die grillenzirpende hitzeflirrende Luft. Und das Flimmern am Ende der Straße, die unsere Füße versengte bei dem Versuch, sie barfuß zu überqueren. Und trotzdem – oder gerade deshalb – versuchten wir es immer und immer wieder. Hüpften auf spitzen Zehen über die glühenden Steine stets auf der Hut vor dem drohenden Schmerz, den Duft schwitzender Kornfelder in der Nase. Wassereis am Tage und gegrilltes Fleisch am Abend. Nächte so sanft wie eine Umarmung. Wozu zu Bett gehen? Das aufziehende Gewitter, das die Welt in jenes unwirkliche Licht tauchte bis sich die überspannte Atmosphäre in einem dumpfen Krachen entlud. Nach dem wohlig-warmen Sommerregen – feuchte T-Shirts aufs klebriger Haut – kam die Kühle und beendete den hohen Sommertag so nüchtern und jäh, dass es beinahe wehtat.

Manchmal ist es heute noch so: Sommer. Nur Sommer. Für einen kurzen Moment, wenn in der Hitze alles ineinander und zusammenfällt. Kennt ihr das?

Sonntag, 5. Juli 2015

Des Schlafens müde und trotzdem...

'Oh Mom, the dreams are not so bad | It's just that there's so much to do | And I'm tired of sleeping' (Suzanne Vega). Und trotzdem. Trotzdem reichen Zeit und Energie gerade nicht hin, um all den Ideen in meinem Kopf Gestalt zu geben. So ist es hier gerade etwas stiller ... (Ich hätte es gern anders, aber es ist wie es ist.)

Mittwoch, 1. Juli 2015

Linda McCartney. Life in Photographs: ... and the winner is

Der Zufallsgenerator hat gesprochen: Die Nummer 7 soll es sein. Und so geht der Fotoband "Die Welt durch Lindas Augen. Ein Rückblick auf Linda McCartneys Leben und Fotografie"  an Wiebke von Held&Lykke

Herzlichen Glückwunsch, liebe Wiebke, und viel Freude mit diesem wirklich wunderschönen, inspirierendem Buch!

Freitag, 26. Juni 2015

KW 25/26 #Wassergrün


Die Schweiz ist schön. Das ist bekannt und daran gibt es wenig zu deuteln – allein hervorzuheben vielleicht. Da fiele mir das Wasser ein. Die Seen und Flüsse mit diesem klarem Wassergrün, das mich ganz trunken macht. Doch nun muss ich wieder mit der trüben Spree und den dunklen Berlin-Brandenburgischen Wassern vorlieb nehmen. Passt schon. Wenn nur das Wetter mitspielte. 

In diesem Sinne ein schönes Wochenende!

PS: Noch bis heute Abend könnt ihr das wunderbare Fotobuch von und mit Linda McCartney gewinnen.